Was in der NFL jede Saison mit den Top101 Free Agents zelebriert wird, ist im Fußball kaum verankert. Nach Ablauf der Saison könnten sich aber für den Sommer 2019 einige spektakuläre Transfers ergeben. Juventus, die als Meister im Werben um Spieler mit auslaufenden Verträgen gelten, haben mit Aaron Ramsey bereits einen Coup gelandet. Welche Spieler könnten im Sommer noch ablösefrei wechseln? Wir ordnen potenzielle Transfers für euch ein.

Adrien Rabiot (23, PSG)

Der vielleicht prominenteste Spieler mit auslaufendem Vertrag ist Adrien Rabiot. Der Franzose weigerte sich im Herbst 2018 einen neuen Vertrag in Paris zu unterschreiben. PSG Sportdirektor Antero Henrique verbannte ihn in die zweite Mannschaft bzw. die Tribüne – ganz zum Unmut von Trainer Thomas Tuchel, der gerne weiter auf den Franzosen setzen würde.

Seit Dezember bestritt Rabiot kein Spiel mehr für die Hauptstädter und zeigt im Pariser Nachtleben mehr Engagement als bei der Suche nach einem neuen Verein ab Sommer 2019.


Lange galt es als sicher, dass der 23-Jährige nach Barcelona wechseln wird. Diese bekommen im Sommer in Persona Frankie de Jong allerdings Zuwachs im Mittelfeld. Die Katalanen scheinen von einer Verpflichtung Rabiots mittlerweile abgerückt zu sein.

Da der Mittelfeldspieler dem Vernehmen nach ein Jahresgehalt von 10 Millionen Euro fordern soll, sind potenzielle Abnehmer für ihn rar gesät. Zumal er mit den Aussagen über Tottenham („Ich will lieber zu einem Top-Club wechseln“) die Liste potenzieller Abnehmer nicht gerade vergrößert hat.

Nichtsdestotrotz würde Rabiot, der sich im besten Fußballalter befindet und fußballerisch alles mitbringt, um zu den besten 25 Spielern im zentralen Mittelfeld zu gehören, sehr vielen Vereinen sehr gut zu Gesicht stehen. Sowohl Arsenal als auch Liverpool könnten enorm von seinen Fähigkeiten profitieren.

Die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern ergeben, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, aus sportlicher Sicht wenig Sinn, da die Münchener im Sommer andere Prioritäten auf dem Transfermarkt haben.

Die Frage, die sich also stellt, ist nicht, „Wer braucht den Spieler Adrien Rabiot“, sondern: „Wer will den Menschen Adrien Rabiot?“ Seine Mentalität kann aufgrund der jüngsten Ereignisse in Frage gestellt werden und auch scheint sein Selbstbild verzerrt zu sein. Er bringt wie bereits erwähnt alles mit, um ein überdurchschnittlicher Spieler zu sein. Gleichzeitig ist er aber auch derjenige, bei dem das Flop-Potenzial am höchsten ist.


Arjen Robben und Franck Ribéry (FC Bayern München)

Der Abgang Arjen Robbens aus München ist bereits seit geraumer Zeit öffentlich bekannt. Franck Ribéry, mit dem er zusammen eine Ära beim FC Bayern prägte, steht mit einem Fuß noch an der Säbener Straße. Der Franzose sammelte Ende 2018 mit wichtigen Treffern gegen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt Argumente für einen Verbleib über 2019 hinaus.

Zweifellos wird keiner von beiden in der kommenden Saison eine tragende Säule bei einem Top-Verein werden. Robben wird es nach Auslaufen seines Vertrages vermutlich zurück in die Niederlande ziehen, um dort bei Groningen oder PSV seine Karriere endgültig ausklingen zu lassen.

Ribéry hingegen könnte aufgrund der angesprochenen Leistungen noch ein Jahr in München bleiben und den oft beschworenen Umbruch als eine Art Mentor für die nächste Generation (Coman, Gnabry, Hudson-Odoi?) begleiten. Ribéry würde dann nicht mehr über Kurzeinsätze hinaus kommen. Eine Rolle, mit der sich der mittlerweile 35-Jährige in der Vergangenheit selten abgefunden hat.

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Im Falle eines Wechsels kommen für den linken Mittelfeldspieler eigentlich nur Länder wie Katar, USA oder Australien (Western Sydney Wanderers mit Coach Markus Babbel soll Interesse haben) in Frage, wo auch er die Karriere ausklingen lassen kann.

Tendenz: Ribéry wird den Umbruch beim FC Bayern mit seinem Verbleib eher schaden als Robben, der den Weg für die nächste Generation frei macht.


Olivier Giroud (32, Chelsea FC)

Wer in diesem Sommer nach einem erfahrenen Mittelstürmer sucht, kommt an Olivier Giroud nicht vorbei. Der mittlerweile 32-jährige Weltmeister kommt beim FC Chelsea unter Maurizio Sarri nur wenig zum Zug und hat spätestens seit dem Wechsel des ihm ähnelnden Gonzalo Higuain über den Sommer hinaus kaum eine Perspektive bei den Blues.

Selbst die drohende Transfersperre dürfte hieran nichts ändern, stehen doch mit den derzeit verliehenen Mitchy Batshuayi (25, Crystal Palace) und Tammy Abraham (21, Aston Villa) zwei jüngere Stürmer bereits in den Startlöchern.

Zu welchen Leistungen Giroud noch immer fähig ist, bewiesen schon seine Leistungen bei der Weltmeisterschaft sowie die Auftritte in der aktuellen Europa League Kampagne (9 Spiele, 9 Tore).

Als stets anspielbarer Zentrumsspieler reibt sich Giroud stets für die Mannschaft auf und kreiert lehrbuchartig Räume für seine Offensivleute. Wie fast in seiner gesamten Karriere werden seine fußballerischen Fertigkeiten dabei zwar oftmals unterschätzt, jedoch eignet sich der Ex-Gunner hervorragend für das Kombinationsspiel.

Auch wenn seine eigene Tor-Quote und damit sein Standing in der breiten Wahrnehmung teils darunter leidet (bestes Beispiel: WM 2018), profitieren seine Mitspieler enorm von seinem hohem Fußball-IQ; ein ähnliches Schicksal wie es lange Karim Benzema begleitet hat.

Daneben ist Olivier Giroud ein absolut vorbildlicher und äußerst fitter Profi, der seiner künftigen Mannschaft als Führungsspieler somit einige Erfahrung mitgeben kann.

Photo by Антон Зайцев cc-by-sa3.0

An Interessenten dürfte es dem Franzosen kaum mangeln. Einige Vereine aus der Premier League sollen bereits Interesse an ihm signalisiert haben. Jedoch ist fraglich, ob Giroud nach seinen Stationen bei Arsenal und Chelsea nochmals innerhalb Englands wechseln möchte.

Allenfalls erschiene ein Verbleib in London möglich, betonte er doch stets, wie wohl seine Familie und er sich in der englischen Hauptstadt fühlen würden. Wesentlich wahrscheinlicher scheint eine Rückkehr nach Frankreich – bereits zu Jahresbeginn signalisierte Giroud Interesse an einer Rückkehr in die Ligue 1 und nannte dabei Marseille und Lyon als Optionen.

OL-Präsident Jean-Michel Aulas lobte den Mittelstürmer bereits ausdrücklich und bestätigte öffentlich die Erwägungen seines Vereins, eine Verpflichtung im kommenden Sommer zu realisieren.
Angesichts drohender Abgänge einiger Offensivstützen könnten Lyon (Fekir, Depay) und Marseille (Thauvin) tatsächlich die realistischsten Chancen auf eine Verpflichtung haben.

Doch auch Ex-Klub Montpellier, der LOSC Lille oder die AS Monaco könnten Außenseiterchancen haben. Eins steht fest: unter dem richtigen Trainer und umgeben von den richtigen Spielern trägt Giroud definitiv noch zwei gute Jahre in sich.


Daniel Sturridge (29, Liverpool FC)

Er ist neben Olivier Giroud der wohl interessanteste Stürmer auf dem Free Agent-Markt und befindet sich mit gerade einmal 29 Jahren aktuell im besten Fußballer-Alter: Daniel Sturridge.

Der Engländer zählt zu denjenigen Spielern, die in ihrer Generation mit dem größten Potential ausgestattet waren, dieses aufgrund von diversen Verletzungen indes niemals vollends abrufen konnten.

Dabei schien es anfangs, als sei der Linksfuß nach langer Odyssee beim FC Liverpool endlich angekommen. Aufgeblüht unter Brendan Rodgers bildete Sturridge mit Luis Suarez ein kongeniales Sturmduo und auch unter Jürgen Klopp war er einige Zeit ein wichtiger Bestandteil der Offensive.

Seine sich wiederholenden Fehlzeiten und muskulären Probleme sorgen jedoch Saison für Saison dafür, dass er kaum Konstanz finden kann.

Auch in der aktuellen Spielzeit ist Sturridge nicht über die Rolle des Firmino-Ersatzes herausgekommen, mittlerweile hat im internen Ranking sogar Divock Origi leichten Vorsprung. Ein Abschied von der Anfield Road im Sommer erscheint daher wahrscheinlich.

Aufgrund seines Alters ist Sturridge potentiell dazu in der Lage, seinem neuen Klub noch viel zurückzugeben. Zu seinen größten Stärken zählen sein starker Abschluss und sein natürlicher Torinstinkt.

Er ist ein Unterschiedsspieler, der einem Spiel sofort Impact geben kann und mit Flair auf den Rasen tritt. Mit klugen Bewegungen in den Räumen und einer guten selbstständigen Einbindung ins Kombinationsspiel passt er gut in moderne Offensivsysteme.

Daniel Sturridge: Let’s dance again! Hier zu lesen.

Das größte Manko bleibt jedoch seine Verletzungsanfälligkeit. Egal, wohin Sturridge wechselt, das Risiko längerer Ausfallzeiten hängt ihm stets an und wird möglichen Interessenten bewusst sein.

Einige Premier League Klubs wird dies freilich nicht abschrecken, in das Werben um den 29-Jährigen einzusteigen. Gerade seine Erfahrung und seine nachgewiesenen Fähigkeiten auf höchstem Level werden ihn interessant machen.

Gerüchteweise hat Crystal Palace sein Interesse bereits hinterlegt, sollte Batshuayi nicht gehalten werden können, auch Tottenham soll ihn als Back-Up für Harry Kane in Erwägung ziehen.

Weiterhin könnte es bei Leicester City zu einer Wiedervereinigung mit Ex-Coach Brendan Rodgers kommen, unter dem Sturridge seine beste Saison spielte – mit seiner offensiv ausgerichteten Spielweise könnte der Meister von 2016 sehr gut mit den Anlagen von Sturridge harmonieren.

Auch Betis Sevilla soll den Mittelstürmer zum Transferziel für den Sommer auserkoren haben. In Anbetracht seines derzeitigen Gehaltes (ca. 4 Mio. netto im Jahr) müsste Sturridge hier jedoch deutliche Abstriche machen müssen.

Entscheidend wird sein, was der Spieler selbst möchte: bei einem international spielenden Klub den Back-Up mimen oder Spielpraxis bei einem Mittelfeldklub.

Eine weitere Rolle wird die Vertragsdauer spielen, wobei möglicherweise ein einjähriger „prove-that-you-still-have-it-contract“ sogar die interessanteste Variante wäre.


Yacine Brahimi (29, FC Porto)

Der Abschied von Yacine Brahimi aus Portugal zeichnet sich immer mehr ab. Zwar liegt ein Vertragsangebot des FC Porto vor, doch Brahimi wirkt nicht sonderlich gewillt den Azuis e brancos weiter die Treue zu halten.

Die Liste der kolportierten Klubs, die an einer ablösefreien Verpflichtung interessiert sind, scheint schier endlos zu sein und liest sich wie eine illustre Aufzählung europäischer 1b Vereine. Unter anderem wurden schon Arsenal, Manchester United, Everton, Wolverhampton, West Ham, Inter, Milan, Lazio, Fenerbahçe oder Olympique Marseille als potenzielle Abnehmer genannt.

Der quirlige Linksaußen, der 2014 nach einer starken WM für 6,5 Millionen € vom FC Granada kam, ist ein spielstarker Dribbler, der auch seine Mitspieler in Szene setzen kann. In der jüngsten Champions League-Gruppenphase vollbrachten nur Neymar und Leroy Sané mehr Dribblings pro Spiel. In bisher 204 Spielen für Os Dragões kommt der Franko-Algerier, der unter anderem bei PSG ausgebildet wurde, auf 51 Tore und 41 Vorlagen (Stand: 15.03.2019).

Seit seiner Ankunft im Norden Portugals gehörte er stets zu den besten Offensivspielern der Primeira Liga, aber sie fiel auch in eine Zeit der mageren Titelausbeute. Porto musste ab 2013 fünf Jahre lang auf einen Ligatitel warten, die längste Durststrecke seit 1984/85. Brahimi war vier dieser fünf Jahre Teil des Klubs. Die Meisterschaft 2018 war deshalb sowohl für Verein wie Spieler von besonderer Bedeutung.

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Doch inzwischen muss man die Frage stellen, wie viel der algerische Nationalspieler am westlichen Ende des Kontinents noch erreichen kann. Eine Ligaplatzierung unter den Top 2 ist mehr oder weniger garantiert. Doch große internationale Erfolge wie der CL-Gewinn 2004 (die portugiesische ist die letzte siegreiche Liga außerhalb der Top 5) sind trotz des jüngsten Einzugs ins Viertelfinale unrealistisch.

Ob jedoch noch einer der ganz großen Klubs Verwendung für den gebürtigen Franzosen hat, darf bezweifelt werden. Mit Arsenal, ManU oder Inter stehen aber immerhin Teams bereit, die international wettbewerbsfähig sind.

Letztendlich bleibt dem ehemaligen „Garrincha de Granada“ die Qual der Wahl, denn an Interessenten mangelt es freilich nicht.

Mit 29 Jahren ist er am optimalen Schnittpunkt aus Leistungsfähigkeit und Erfahrung einerseits und „years left in the tank“ andererseits angelangt. Die Zeit für einen letzten langfristigen und gleichzeitig lukrativen Vertrag ist gekommen.

Mittelprächtige Premier League-Klubs könnten vermutlich das beste Gehalt zahlen. Dagegen bieten größere Klubs aus dem Mittelmeerraum mehr Chancen auf Titel und die regelmäßige Teilnahme am europäischen Wettbewerb.

Ein Verbleib in Porto wirkt ob des vergleichsweise niedrigen Gehaltes und der bisher nicht erfolgten Vertragsverlängerung unwahrscheinlich. Und dass obwohl Liverpools Viertelfinalgegner sportlich sicherlich eine der attraktivsten Optionen ist.


Andreas Pereira (23, Manchester United)

Die Spatzen pfeifen es zwar schon lange von den Dächern, aber in trockenen Tüchern ist wohl noch nichts. Manchester United verlängert dem Vernehmen nach den Vertrag mit Eigengewächs Andreas Pereira bis 2020.

Womöglich ist es nur ein Vertrag, der den jungen Brasilianer zusätzlich als Ansporn dienen soll. Denn in der jüngsten Vergangenheit war der 23-Jährige ein Spieler, der in der Saisonvorbereitung stets gute Eindrücke in den Testspielen hinterließ und man im Grunde jedes Jahr auf den endgültigen Durchbruch hoffte.

Der in Belgien geborene Brasilianer kann im zentralen Mittelfeld alle Rollen begleiten, hat aber seine Stärksten Momente als Achter in einem 4-3-3 und als offensiver Teil einer Doppelsechs. Laut whoscored.com ist er der Mittelfeldspieler Uniteds, der die viertmeisten Interceptions pro 90 Minuten (0,9) erreicht.

Am Ball ist Pereira sicher und selbstbewusst. Er kombiniert im Mittelfeld physische Wucht mit einer besonderen technischen Raffinesse, die in Uniteds Kader nur Paul Pogba und mit Abstrichen Landsmann Fred mitbringen.

Probleme hat er in der Regel mit dem teils hohen Spieltempo der Premier League, weshalb er manchmal noch zu grün hinter den Ohren daherkommt. Seine Positionsfindung im eigenen Ballbesitz ist ebenfalls noch nicht auf aller höchstem Niveau.

In der aktuellen Saison sammelte er knappe 700 Einsatzminuten, was aufgrund seiner Leistungen in der Saisonvorbereitung und seinen damit verbundenen Ambitionen eher verwunderlich ist. Gerade Uniteds 3:2-Erfolg über Southampton war eine gute Demonstration seiner Fähigkeiten, als der Brasilianer einen Treffer erzielte und einen weiteren auflegen konnte.

Das U-Boot steigt auf: Villarreal CF in der Krise. Hier zu lesen.

Noch ist nichts offiziell, aber die Vertragsverlängerung Pereiras scheint kurz bevor zu stehen. Jedoch tut man sich als Außenstehender noch schwer was die Einordnung dieser möglichen Verlängerung angeht.

Spielzeit bekam er auch in dieser Saison wie bereits erwähnt eher spärlich. Ein endgültiger Durchbruch scheint kurzfristig auch in weiter Ferne. Somit wäre es durchaus denkbar, dass Pereira im Sommer das Old Trafford entweder per Leihe verlässt oder doch noch ein halbes Jahr in Manchester bleibt und im Winter 2019 für einen schmalen Taler wechselt.

In beiden Szenarien sollten vor allem spanische Vereine mit CL-Ambitionen (Betis, FC Sevilla, Valencia) das Treiben um den 23-Jährigen genauer beobachten. Bereits während seiner Leihe nach Valencia zeigte er sich überaus gut integriert. Der technisch versierte Fußball auf der iberischen Halbinsel dürfte für Andreas Pereira langfristig die wohl beste Variante werden.


Héctor Herrera (28, FC Porto)

Neben Brahimi steht mit Héctor Herrera ein weiterer Porto-Veteran vor dem Abgang. Der Mexikaner mit dem markanten Gesicht wechselte 2013 vom CF Pachuca für 11 Millionen € nach Portugal.

Dort etablierte er sich schnell als einer der besten Mittelfeldspieler des Kontinents, den jedoch selten wirklich jemand auf dem Schirm hat. Inzwischen ist El Zorro Kapitän des amtierenden portugiesischen Meisters und einer der wichtigsten Spieler im Team. Im letzten Sommer wurde er sogar mit einem Transfer zu Real Madrid oder Barça in Verbindung gebracht.

Der Achter operiert laufstark und mit viel Einsatz im mittleren Drittel des Spielfelds, bewegt sich dafür aber selten in die Strafräume. Er ist ein passstarker Spielmacher, der seine Mitspieler auch auf engstem Raum oft sicher bedient.

Herrera ist zudem ein begnadeter Dribbler, der sich oft nur per Foul vom Ball trennen lässt. Diese Erfahrung musste während der WM 2018 auch die DFB-Elf machen.

Photo by Дмитрий Садовников cc-by-sa3.0

Beim 1:0 Sieg von El Tri, schloss Herrera fünf seiner sechs Dribblings erfolgreich ab und wurde dabei drei Mal gefoult. Darüber hinaus verfügt er über einen strammen Distanzschuss, der immer wieder für sehenswerte Tore sorgt.

Aber auch gegen den Ball ist der mexikanische Nationalspieler eine Waffe. So gehört das aggressive Pressen hinter der Sturmreihe, zu seinen Spezialitäten.

Insbesondere die letztgenannte Eigenschaft prädestiniert ihn für das Spiel von Atlético Madrid. Los Colchoneros scheinen das Rennen um den ablösefreien 28-Jährigen gewonnen haben.

Laut spanischen Medienberichten wird Herrera in der Hauptstadt Spaniens einen Fünfjahres-Vertrag unterzeichnen. Damit sticht das Team von Diego Simeone Arsenal, die Roma und insbesondere Inter aus, denen ebenfalls reges Interesse an Portos Taktgeber nachgesagt wurde.

Auch Herreras jetziger Arbeitgeber war sehr an einer langfristigen Weiterverpflichtung interessiert, doch das offerierte Jahresgehalt von 4 Millionen € war dem zentralen Mittelfeldspieler angeblich zu gering.

Bei Atlético soll er genau wie sein derzeitiger Porto-Mitspieler Alex Telles, um den die Madrider intensiv buhlen, zentraler Bestandteil des sich abzeichnenden Umbruchs werden.

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