La Liga – Die Spieler des Jahres

Spieler des Jahres: Lionel Messi | FC Barcelona

Was soll man noch sagen, an Messi gibt es einfach kein vorbeikommen. Der kleine Argentinier überragte  mal wieder. Er leitete ein, bereitete vor, schloss ab, traf selbst. 37 Tore waren es am Ende, deutlich mehr als jeder andere und ein Schnitt von 77 Minuten pro Tor. Dazu kamen 12 Vorlagen, was ihn auch zum Top-Scorer macht. Zum Meistertitel reichte es dennoch nicht, doch während Madrid mit Variabilität und einem sehr breiten Kader auftrumpfte, war Barcelona trotz diverser Stars am Ende doch wieder vom argentinischen Zauberer abhängig. Messi erzielte trotz der hochkarätigen Offensive 32% der Barca-Tore, auch dieser Toranteil-Wert wurde in La Liga nur von Iago Aspas übertroffen.  In der Rückrunde dominierte er auch das Clasico mit einer herausragenden Performance und brachte noch einmal Spannung ins Titelrennen, doch letztendlich war das Barca-Team der vergangenen Saison nicht konstant genug zum Titel. Messi jedoch war wieder auch dieses Jahr wieder durch und durch Messi.

Trainer des Jahres: Zinédine Zidane | Real Madrid

Als Zinédine Zidane 2016 nach nur fünfmonatiger Amtszeit die Champions League als Trainer nach Madrid holte, staunten viele nicht schlecht. Zwar war der Franzose angesichts seiner immensen Beliebtheitswerte mit vielen Vorschuss-Lorbeeren angetreten, dennoch gab es im Stillen durchaus Zweifel an der Eignung des Debütanten auf allerhöchstem Niveau. Ein Jahr später mag es möglicherweise noch immer den einen oder anderen Zweifler geben, doch ihre Ansichten entbehren nahezu jeglicher Grundlage. Schließlich schaffte Zidane das, was noch keinem Trainer vor ihm gelang, er verteidigte mit Real Madrid die Champions League und holte nebenbei auch noch den ersten Meistertitel nach fünfjähriger Durststrecke. Im Verlauf der Saison drehte sich die Erfolgs-Spirale derart nach oben, dass zwischenzeitlich eine 40 Spiele andauernde Serie ohne Niederlage zu Buche stand. In dieser Zeit und auch im Anschluss brillierten die Königlichen nicht etwa wie das Weiße Ballett, dem einst auch Zidane als Spiele angehörte, auch präsentierte dieser sich nicht als der ganz große taktische Tüftler. Aber dem früheren Weltfußballer gelang es, in einem äußerst schwierig zu moderierenden Kader für enorm hohen Zusammenhalt und Zufriedenheit zu sorgen, stark ausgeprägte Egos wurden für den Erfolg zurückgestellt und letztlich kehrte genau dieser auch ein. Und die bahnbrechende Sieger-Mentalität, die Zidane so Schritt für Schritt heraufbeschwor, erledigte am Ende den Rest.
 

Youngster des Jahres: Mikel Oyarzabal | Real Sociedad

An Kandidaten mangelte es nicht für diese Auswahl, doch letztlich hat kein Youngster die Saison seines Teams so sehr geprägt wie Mikel Oyarzabal. Erst Anfang 2016 zum Stammspieler befördert, war er vergangene Vorrunde mit damals 19 Jahren bereits wichtigster Offensivspieler seines Teams, das zu diesem Zeitpunkt noch um die Champions League-Plätze mitspielte. Seine Werte lesen sich für einen Flügelspieler nicht überragend, doch Oyarzabal übernahm von dort eher spielgestaltende Aufgaben, hielt die Bälle auch unter großem Druck und leitete immer wieder gefährliche Situationen ein. In der Rückrunde konnte er dieses enorme Niveau nicht ganz halten und mit ihm ließ auch das Team etwas nach, doch im entscheidenden Moment war er zur Stelle und traf am letzten Spieltag tatsächlich selbst zum Ausgleich gegen Celta Vigo; das Unentschieden, dass den Basken am Ende die direkte Teilnahme an der Europa League bescherte. Die mangelnde Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Tor war dabei eigentlich vergangene Saison sein größtes Problem, vielleicht hat er es ja damit überwunden.  Sein außerordentlicher Beitrag zur erfolgreichen Saison von Real Sociedad macht ihn in jedem Fall zu unserem La Liga Youngster der Saison

Newcomer des Jahres: Marcos Llorente | Deportivo Alavés/Real Madrid

 
„Ich bin gekommen um zu lernen, mich zu verbessern, zu arbeiten und alles zu geben.“ Mit diesen Worten stellte sich Marcos Llorente Mitte August des vergangenen Jahres bei Deportivo Alavés vor, nachdem der Aufsteiger die Ausleihe des inzwischen 22-Jährigen von Real Madrid gegen zahlreiche Mitbewerber hart erkämpft hatte. Llorente wechselte mit der überschaubaren Erfahrung von 24 Erstliga- und 90 Pokalminuten für die Königlichen in die baskische Hauptstadt Vitoria und verlässt sie ein Jahr später als einer der gefragtesten Mittelfeldspieler aus LaLiga. Ohne einen Hauch von Anpassungsproblemen sorgte er im defensiven Mittelfeld vom ersten Auftritt an für Stabilität, eroberte Bälle und verteilte sie anschließend mit viel Sinn und Verstand an seine Teamkollegen. Dank Spielern wie Llorente und Theo Hernández, einer der weiteren Senkrechtstarter, schloss Alavés die Saison auf Platz neun ab, im Pokal schaffte es die Mannschaft von Trainer Mauricio Pellegrino bis ins Finale gegen den FC Barcelona. Für die Basken geht es in der kommenden Saison aber erst einmal darum, erneut die Klasse zu halten. Llorente hat da ganz andere Perspektiven, er wechselt zurück nach Madrid, um diesmal unter den Fittichen von Zinédine Zidane beim Champions-League-Sieger zu lernen, sich zu verbessern, zu arbeiten und alles zu geben.

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