Premier League-Saisonvorschau 2015/16

PL Saisonvorschau

In wenigen Tagen fängt die neue Premier League-Saison an. In der vorigen Saison ging Chelsea als Meister hervor, doch wer wird es dieses Jahr sein? Einige Mannschaften vertrauen auf altbewährte Spieler und haben sich nur geringfügig bis gar nicht verstärkt, während andere gleich mehrere Male auf dem Transfermarkt aktiv wurden und sich mit neuen Spielern verbesserten wollten.

CHELSEA
Vorjahres-Meister Chelsea gehört zu den Mannschaften, die sich kaum verstärkten. Wenn man es genau nimmt, wurden bloß zwei Spieler für die erste Mannschaft verpflichtet: Asmir Begovic, der den Abgang von Petr Cech kompensieren soll, und Falcao, der nach einem tristen Jahr bei Manchester United unter José Mourinho wieder voll durchstarten will. Aber auch was die Abgänge betrifft, hat sich bei Chelsea nicht viel getan. Zwar hat man mit Petr Cech eine langjährige Stütze der Mannschaft verloren, hat jedoch mit Courtois mehr als nur einen ausreichenden Ersatz parat. Auch die Rückkehr von Filipe Luis zu Atletico Madrid dürfte die Blues nicht wirklich hart treffen. Azpilicueta war in der vorigen Saison der womöglich beste Linksverteidiger der Premier League und hat sich zurecht gegen den Brasilianer durchgesetzt. Auch andere Abgänge wie der von Thorgan Hazard, Gael Kakuta, Didier Drogba oder anderen, dürften die Blues nicht schmerzen, da zudem José Mourinho auf Kontinuität setzt und in seine kaum veränderte Mannschaft vertraut.

Im Tor wird es, trotz zweier sehr guter Tormänner, wohl zu keinem Zweikampf kommen. Thibaut Courtois ist gesetzt und wird auch dieses Jahr das Tor der Londoner hüten. Der Bosnier Asmir Begovic wird sich mit der Bank begnügen müssen, womit Chelsea einen absolut soliden Mann in der Hinterhand hat, falls der Belgier mal verletzt ausfallen sollte. Die Verteidigung wird unverändert bleiben. Ganz nach „Never change a winning team“ wird die Defensive wie im Vorjahr aus Ivanovic, Cahill, Terry und Azpilicueta bestehen. Mit Kurt Zouma haben die Blues einen jungen, robusten Verteidiger auf der Bank, der in den nächsten Jahren ein ganz Großer werden könnte. Er darf sich diese Saison Hoffnungen auf viele Einsätze machen. Dennoch ist Mourinho hier auf der Suche nach weiteren Ersatzmännern, denn neben Zouma haben die Londoner abgesehen von Nathan Aké, der in letzter Zeit jedoch immer öfter als Sechser zum Einsatz kam und zudem vor einem Wechsel in die deutsche Bundesliga steht, keinen einzigen weiteren Innenverteidiger. Chelseas Ziel der Begierde: Evertons John Stones. Der 21-jährige Innenverteidiger gilt als der nächste Startverteidiger der Three Lions und soll in Zukunft den nicht jünger werdenden John Terry ersetzen, doch die Toffees lehnten eine erste Offerte in Höhe von rund 30 Millionen Euro ab. Auf der linken Seite gilt es den Abgang von Filipe Luis zu ersetzen. Der Brasilianer wechselte nach fantastischen Leistungen in Madrid an die Stamford Bridge, doch konnte den Erwartungen nie gerecht werden. Er wechselte exakt 365 Tage nach seinem Wechsel nach England für die (exakt gleiche Summe zu Atletico zurück. Als Ersatz wollen die Blues nun Bundesliga-Shootingstar Abdul Rahman Baba von Augsburg holen. Der 21-Jährige wäre der ideale Ersatz für den Brasilianer und könnte sich hinter Azpilicueta in Ruhe an die Premier League anpassen.

Aber auch im Mittelfeld dürfte sich bei den Blues nicht allzu viel ändern. Im 4-2-3-1 von Chelsea werden wie im Vorjahr Matic und Fabregas die Doppel-Sechs bilden. Alternativ haben die Blues viele Spieler zur Wahl: Ramires, Ruben Loftus-Cheek – der sich während der Vorbereitung jedoch ziemlich viel von Mourinho anhören musste, John Obi Mikel, Oriel Romeu – der gerade von einer Leihe vom VfB Stuttgart zurückkehrt, Nathan Aké, der wie bereits erwähnt vor einem Wechsel in die Bundesliga steht, und Nathaniel Chalobah. Auf dieser Position könnte sich noch einiges ändern. Aké könnte entweder bei Leicester oder in der Bundesliga landen. Oriel Romeu könnte den Verein ebenfalls verlassen. Ruben Loftus-Cheek und Nathaniel Chalobah dürften sich wohl um einen Platz auf der Bank streiten oder könnten verliehen werden. Eine Position mit vielen Anwärtern. Etwas weiter vorne sieht das ganze schon wieder anders aus. Eden Hazard ist als Spieler der Saison auf links gesetzt und unumstritten. Auf der rechten Seite gibt es jedoch viele Spieler, die diesen Platz einnehmen könnten. Zum einen wäre da der Brasilianer Willian. In der vorigen Saison kam er 36 Mal in der Premier League zum Einsatz, konnte jedoch nur zwei Tore erzielen und drei vorbereiten. Willian könnte jedoch genauso im Zentrum spielen, wie der das bereits beim Community Shield-Finale gegen die Gunners machte. Alternativ gäbe es noch zwei Ex-Fiorentina-Spieler. Zum einen Juan Cuadrado und zum anderen Mohamed Salah. Cuadrado kam erst im Winter zu Chelsea und absolvierte nur etwas mehr als 300 Minuten in der Premier League. Bei den wenigen Einsätzen konnte der Kolumbianer nur selten aufzeigen, doch das soll sich diese Saison ändern. Cuadrado soll hart an sich gearbeitet haben und Willians größter Konkurrent sein. Aber auch Salah hat nicht geschlafen. Während der Kolumbianer von der Fiorentina an die Stamford Bridge kam, wechselt Salah aus London für ein halbes Jahr in die Toskana. Bei der Viola absolvierte der Ägypter 16 Spiele und erzielte dabei sechs Tore und legte drei vor. Wenn der 23-Jährige diese Form nach England mitnimmt, kann er sich weiter Hoffnung auf Einsätze machen. Aber auch Victor Moses, der in der Vorsaison an Stoke verliehen wurde, hat noch ein Wort mitzureden. Von Oberschenkelproblemen geplagt, konnte der 24-Jährige in der Saison 2014/15 nur 19 Premier League-Spiele absolvieren. Dabei erzielte er drei Tore und legte vier vor. Hätten ihn seine Oberschenkelprobleme nicht die ganze Saison über verfolgt, hätte er womöglich zum Stammpersonal der Potters gehört. Im Zentrum dürfte es, je nachdem ob Willian am Flügel oder im Zentrum spielt ein Zwei- oder Dreikampf werden. Sollte Willian am Flügel spielen, wird Oscar im Zentrum Platz nehmen und als Zehner für Gefahr sorgen. Jedoch gibt es gerade im offensiven Mittelfeld einige junge Brasilianer, die Oscar auf den Fersen sind und Premier League-Luft schnuppern wollen.

Im Angriff treten die Blues zwar nur mit einem Stürmer an, jedoch haben sie mit Diego Costa, Falcao und Loic Remy den wahrscheinlich besten Angriff der Liga. Diego Costa erwies sich als Top-Einkauf, erzielte bereits in seiner ersten Saison in England 20 Tore und war damit maßgeblich am Gewinn der Meisterschaft Blues beteiligt. Auf der Bank nimmt einer der ehemals besten Stürmer der Welt Platz. Nach einer schweren Verletzung im Coupe de France gegen Chasselay konnte der Kolumbianer nicht mehr zu alter Form zurückfinden. Viele schieben der Verletzung die Schuld in die Schuhe, andere dem Spielstil vom Louis van Gaal bei den Red Devils. José Mourinho wollte Falcao trotz all seiner körperlichen Strapazen holen und wird alles daran setzen, den Kolumbianer wieder dorthin zu bringen wo er einst war. Sollte ihm das gelingen, dann hat Chelsea mit Diego Costa und Falcao zwei der vermutlich besten Stürmer der Welt im Kader, zudem mit Loic Remy einen weiteren Angreifer, der im Notfall nicht minder torgefährlich ist.

Die Blues setzen dieses Jahr auf Kontinuität und erhoffen sich aufgrund ihrer kaum veränderten Mannschaft einen Vorteil und Vorsprung. Die Mannschaft von José Mourinho kann sich wirklich sehen lassen und dürfte auch dieses Jahr wieder ganz weit oben landen, jedoch sollten noch einige Transfers für die Zukunft getätigt werden, damit ein altersbedingter Zerfall wie bei Manchester United nach dem Abgang von Sir Alex Ferguson verhindert werden kann.

Chelsea

MANCHESTER CITY
Manchester Citys Fokus schien diesen Sommer auf dem Financial Fairplay sowie der Homegrown Player-Regelung zu liegen. Da man zwar eigentlich beides nicht erfüllt bzw. die Bestrafung aufgrund des Verstoßes gegen das Financial Fairplay aufgehoben wurde, verstieß der Verein nur mehr gegen die Homegrown Player-Regelung, die besagt, dass in einem 25 Mann-Kader mindestens acht Spieler homegrown – ausreichend in Großbritannien – ausgebildet sein muss. Dabei reicht es auch, Spieler von anderen Vereinen zu verpflichten – Was Manchester City getan hat. Mit den Abgängen von Milner, Lampard, Boyata, Richards und Sinclair hatten die Citizens nur noch Joe Hart und Gael Clichy als Homegrown Players, was zur Folge hätte, dass ihr Kader auf 19 minimiert hätte werden müssen. Die 17 Plätze für Non-Homegrown Players wurden bereits vergeben, was bedeutete, dass City Spieler abgeben und diese durch Homegrown Players ersetzen musste. So wurden beispielsweise Alvaro Negredo, Matija Nastasic oder Stevan Jovetic abgegeben und durch Raheem Sterling, Fabian Delph und Patrick Roberts ersetzt. Ein verwirrender, aber recht interessanter Sommer bei Manchester City. Doch trotz des teuersten Einkaufs der Vereinsgeschichte, Raheem Sterling, dürfte Manchester City dieses Jahr kein Titelfavorit sein. Der Verein hatte große Probleme in der Vorbereitung, die Balance zwischen Offensive und Defensive ist nach wie vor ein großes Problem, zudem gibt es große Probleme in der Kompaktheit und die große Abhängigkeit von Sergio Agüero nach wie vor einer der größten Schwachstellen des Vereins.

Im Tor haben die Citizens mit Joe Hart einen weiterhin sehr guten Tormann, der nun wieder bei alter Form sein soll und damit höchstwahrscheinlich den Vorzug vor Willy Caballero bekommen wird. Auf der rechten Seite hat Publikumsliebling Pablo Zabaleta  weiterhin seinen Stammplatz, Bacary Sagna konnte bisher noch immer nicht zu seiner Form finden und wird sich wohl hinter dem Argentinier anstellen müssen. Auf der linken Seite ist das schon wieder etwas spannender. Gael Clichy und Aleksandar Kolarov dürften um den Stammplatz in der linken Verteidigung kämpfen, beide sind in etwa gleich auf, doch Kolarov hat einen großen Nachteil: Er ist kein Homegrown Player. Die Citizens sind angeblich an Tottenhams Danny Rose interessiert, was bedeuten könnte, dass der Serbe Manchester schon bald verlassen muss. In der Innenverteidigung ist Vincent Kompany der Abwehrboss. In der vorigen Saison nahm oft Martin Demichelis den Platz neben dem Belgier ein, aber Mangala steht bereits in den Startlöchern und könnte dem 34-jährigen Argentinier den Platz in der Innenverteidiger streitig machen. Jedoch zeigte sich die Abwehr mit Kompany und Mangala in der Vorbereitung als sehr unsicher, um es milde auszudrücken.

Während die Abwehr relativ leicht einschätzbar ist, sind die restlichen Positionen kaum berechenbar. Pellegrini bevorzugt ein 4-4-2, ließ in der Vorsaison jedoch fast immer ein 4-2-3-1 oder ein 4-3-3 spielen. In der Vorbereitung sah man jedoch ein interessantes 4-3-2-1. Da letztere am aktuellsten ist, versuchen wir die Aufstellung mit dieser Formation zu analysieren. Das zentrale Mittelfeld werden Fernando, Fernandinho und Yaya Toure bilden. Während Fernando den defensiven Part übernimmt, übernimmt Fernandinho einen eine etwas offensivere Rolle, wird jedoch oft genug in der Defensive aushelfen müssen. Anders Yaya Toure. Der Ivorer ist kein Spieler, der defensiv aushilft. Vorige Saison spielte er als Achter und sollte defensiv mitarbeiten, jedoch wissen wir alle, wie schlecht das funktioniert hat. Mit einem sehr defensiv agierendem Fernando und einem etwas arbeitsfähigeren Fernandinho dürfte Yaya Toure genügend Freiheiten haben um sich offensiv zu entfalten. Alternativ und die womöglich sogar noch interessantere Variante wäre die mit Delph und Fernandinho als Achter und Offensiv-Unterstützung für Yaya Toure, das große Problem dürfte hier jedoch wieder die Balance zwischen Defensive und Offensive sein.

Als hängende Spitzen dürften Sterling und David Silva agieren, die beiden sind schnell und flink, könnten über die Seiten, sowie durch die Mitte brechen und jederzeit den schnellen Sergio Agüero anspielen. Eine sehr interessante Offensive, die verspricht für viel Torgefahr zu sorgen. Auch Samir Nasri könnte diese Position einnehmen. Weiters könnte Pellegrini mit Sterling und Jesus Navas als Flügelzangen das System auf ein 4-3-3 mit zwei Flügelstürmer abändern. Einziges Problem bleibt eine Personalie: Wilfried Bony. Mit dem Ivorer haben die Citizens einen absoluten Topstürmer auf der Bank, der ideal ins System passen würde, aber derzeit an Sergio Agüero einfach nicht vorbeikommt. Das Team punktet wenn der Argentinier spielt. Die Mannschaft halb so viel wert, wenn Agüero nicht dabei ist. Bony wird sicherlich hinter Agüero auf der Bank Platz nehmen, aber wie lange wird es Pellegrini schaffen, den 26-Jährigen bei Laune zu halten? Das könnte auch einer der Gründe sein, weshalb Agüero in der Vorbereitung nicht zum Einsatz kam und Bony die vielen Einsatzminuten genoss. Auch ein Abgang von Edin Dzeko ist wahrscheinlich. Immer wieder gibt es Interesse aus Italien. Der Bosnier könnte durch Southamptons Jay Rodriguez ersetzt werden, ein weiterer Homegrown Player.

Manchester Citys Kader liest sich traumhaft, doch was steckt hinter den ganzen Hochkarätern? Manuel Pellegrini hatte bisher große Probleme, die richtige Elf zusammenzustellen, und scheint sie bis jetzt nicht gefunden zu haben. In der Vorbereitung sah man immer wieder ein 4-3-2-1, schlussendlich könnte es jedoch wieder auf ein 4-2-3-1 mit Fernando und Toure, und Navas, Silva und Sterling im Mittefeld hinauslaufen. Die Citizens haben die Probleme aus den Vorjahren nicht ausgemerzt, sondern einfach beibehalten. In der Offensive kann man sich einiges von Manchester City erwarten, jedoch wird das zentrale Mittelfeld sowie die Defensive sicherlich noch einige Zeit brauchen.
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ARSENAL
Ähnlich wie Chelsea setzt auch Arsenal auf Kontinuität und ihren eingespielten Kader. Die Gunners haben nur einen einzigen Transfer getätigt, doch ausgerechnet dieser könnte der womöglich beste der ganzen Premier League sein. Mit Petr Cech kommt einer der besten und erfahrensten Torhüter der Welt ins Emirates Stadium. Während Szczesny an die Roma verliehen wurde, bleibt den Gunners mit David Ospina der statistisch beste Torhüter der Liga erhalten. 14 Millionen Euro kostet Cech den Nord-Londonern, ein absolutes Schnäppchen wenn man das Preis-Leistungsverhältnis betrachtet. Der 33-jährige Tscheche könnte genau der nötige Rückhalt sein, nachdem die Londoner so lange gesucht haben. Ein Chef hinter der Abwehr, eine Persönlichkeit im Tor, ein Siegertyp im Team.

Arsenal hatte in der Vorbereitung keine Probleme und konnte sogar das Community Shield-Finale für sich entscheiden. Die Gunners profitieren davon, dass sie unverändert in die neue Saison gehen. Ein Vorteil der Gold wert sein könnte. Auf der rechten Seite dürfte Aufsteiger Hector Bellerin spielen. Der schnelle Spanier gehört zu den Überraschungen der vorigen Saison und verdrängte Debuchy aus der Startelf. Mit dem jungen Calum Chambers, der bereits in der Vorsaison als Innenverteidiger einige Male aufzeigen konnte, hat man drei fantastische Rechtsverteidiger. Auf der linken Seite dürfte es ein Zweikampf zwischen Nacho Monreal und Kieran Gibbs werden. Bisher bekam der Engländer den Vorzug, doch gegen Ende der vorigen Saison wurde immer öfter der Spanier, der anfangs sogar als Innenverteidiger anfing, auf der linken Seite eingesetzt. In der Innenverteidiger sind Mertesacker und Koscielny gesetzt. Die beiden sind ein unzertrennliches, kopfballstarkes Duo, doch sind beide sehr fehleranfällig. Vielleicht kann Petr Cech, der hinter den beiden spielt, dem Franzosen und dem Deutschen zu etwas mehr Ruhe im Spiel verhelfen. Neben dem jungen Chambers gibt es auf der Bank den Brasilianer Gabriel Paulista, der jedoch große Anpassungsschwierigkeiten hatte und sich erst an die Premier League gewöhnen muss. Er wird wohl langsam an die Liga herangebracht und wird mit jedem Spieltag mehr und mehr Spielzeit bekommen. Ein Ausfall von Mertesacker und/oder Koscielny wäre für die Gunners jedoch fatal.

Im 4-2-3-1 stehen den Gunners viele Möglichkeiten offen. Im Mittelfeld hat Arsenal viele variabel einsetzbare Spieler, die auf mehrere Positionen spielen können. So kann Ramsey, am Flügel, als Zehner oder auch als Achter spielen, ebenso Oxlade-Chamberlain und Santi Cazorla. Am wahrscheinlichsten gilt jedoch, dass Coquelin als Sechser spielt und Ramsey neben ihm etwas offensiver als Achter. Coquelin gilt wie Bellerin als einer der Aufsteiger der Saison und hat sich mit seinem Einsatz und seiner Kampfbereitschaft zu einem der Publikumslieblinge hochgearbeitet. Einzig fix dürfte sein, dass Coquelin als Sechser spielt, neben ihm könnten genauso Oxlade-Chamberlain, Jack Wilshere oder Santi Cazorla agieren. Außerdem gibt es noch Mikel Arteta und Mathieu Flamini, die aber beide sehr defensiv agieren und wahrscheinlich nur bei sehr offensiv spielenden Gegner neben Coquelin spielen werden. Auf der rechten Seite dürfte, sofern Ramsey als Achter spielt, Santi Cazorla zum Zug kommen. Auf der linke Seite dann Alexis Sanchez und Özil als Zehner. Alexis Sanchez geht in seine erst zweite Premier League-Saison und könnte sich nun an die Gangart und Spielweise in England gewöhnt haben und noch wertvoller für die Gunners werden

Während Theo Walcott mehr und mehr zum Stürmer umgeformt wird, kann auch er am Flügel zu finden sein. Während Olivier Giroud endlich seinen Torriecher gefunden hat und in der vorigen Saison 14 Tore in der Premier League erzielt hat, will Danny Welbeck einfach nicht so richtig in Fahrt kommen. An seiner Stelle dürfte jetzt tatsächlich Theo Walcott spielen. Der Flügelflitzer ist so wie Danny Welbeck ein sehr schneller Spieler, doch um einiges kaltschnäuziger als der Ex-Manchester United-Stürmer. Die Gunners könnten wirklich davon profitieren, dass sie eine fast unveränderte und eine bereits eingespielte Mannschaft haben. Bereits im Community Shield-Finale konnten die Gunners mit guten Leistungen beweisen, dass sie auch große Mannschaften wie Chelsea schlagen können und Titel feiern können. Womöglich werden sie genauso überraschen wie Liverpool in der Saison 2013/14 …
Arsenal

MANCHESTER UNITED
Bei Manchester United hat sich sehr viel getan. Erst vor kurzem haben wir einen ganzen Artikel über die Transferaktivitäten und Van Gaals Plan veröffentlich. Diesen gibt es hier nachzulesen: www.cavanisfriseur.com/van-gaals-plan/ Deshalb fällt unsere Analyse für Manchester United etwas kürzer aus. Die Red Devils haben derzeit noch David de Gea im Tor, doch Real Madrid bemüht sich weiterhin stark um den Spanier. Mit Victor Valdes dürfte auch ein zweiter spanischer Tormann die Insel bald verlassen. Als Ersatz holte Louis van Gaal bereits Sergio Romero. Wer David de Gea ersetzen soll – falls es zu einem Abgang des Spaniers kommt – ist indes noch offen.

In der rechten Verteidigung traten die Red Devils vorige Saison mit Valencia und Rafael auf. Letzter unterschrieb vor wenigen Tagen bei Olympique Lyon. Manchester United vertraut indes auf Neuzugang Matteo Darmian. Auf der linken Seite wird mit Luke Shaw ein ebenfalls sehr flinker und laufbereiter Außenverteidiger spielen, der 20-Jährige ist derzeit ohne Konkurrenten. Anders sieht das in der Innenverteidigung aus. Phil Jones, Chris Smalling, Jonny Evans, Patrick McNair, Tyler Blackett, Marcos Rojo, die Liste der Innenverteidiger ist lang. Bis vor wenigen Tagen galt sogar noch ein Wechsel von Sergio Ramos nach England als wahrscheinlich. Ebenso ein Wechsel von Evans zu Everton, doch um dieses Gerücht wurde es in den letzten Tagen stiller. Man kann gespannt sein, wie die Red Devils auftreten werden. Phil Jones dürfte einen Stammplatz haben, während viele jedoch Smalling fordern, wollen andere lieber Marcos Rojo neben ihm sehen. Aber auch Patrick McNair hat noch ein Wörtchen mitzureden. Der 20-jährige Innenverteidiger gilt als großes Talent und könnte diese Saison seinen Durchbruch in der Premier League feiern. Zwar ist Louis van Gaal von der Dreierkette in der Verteidigung abgekommen, womit Einsatzchancen aufgrund der Reduzierung von drei auf zwei Innenverteidiger sanken, doch der Engländer wird mit Sicherheit mehr Einsätze bekommen.

Von den restlichen Spielern haben wir ausführlich in unserem Bericht „Van Gaals Plan“ berichtet, womit wir euch auf diesen verweisen wollen: www.cavanisfriseur.com/van-gaals-plan/

Die Red Devils sind dieses Jahr sehr schwer einzuschätzen. Liest man sich den Kader durch, dürfte man eigentlich von einem ganz klaren Titelkandidaten reden, doch wie bereits im Vorjahr hat Manchester United einen fantastischen Kader, aber eine uneingespielte, zusammengewürfelte Mannschaft, die erst wieder zu sich finden und eins werden muss. Sollte ihnen das jedoch gelingen, sehe ich die Red Devils als den größten Konkurrenten Chelseas um den Titel. Doch bis dahin sollte die Situation um die Personalien Di Maria und De Gea geklärt werden und dementsprechend bei einem Abgang kompensiert werden.

ManUtd


TOTTENHAM
Eine Saisonvorschau über die Spurs zu schreiben erwies sich als sehr schwierig und schon fast als unnötig. Daniel Levy, Chairman der Spurs, sagte in einem Interview, dass die meisten Transfers erst gegen Ende des Transferfensters getätigt werden, daher ist schwer zu sagen, wer noch kommen oder gehen wird. Dennoch gab es auch bei den Spurs bisher einige Transfers. Vor allem die Defensive wurde bisher verstärkt. Mit Toby Alderweireld, Kevin Wimmer und Kieran Trippier unterschrieben zwei Innenverteidiger und ein Außenverteidiger bei den Londonern. Die Abgänge des Dauerinvaliden Younes Kaboul und des Rumänen Vlad Chiriches, der bei Napoli einen Vertrag unterschrieb, wurden mit Alderweireld und Wimmer mehr als perfekt kompensiert.

Doch vor allem im zentralen Mittelfeld tat sich einiges bei den Spurs. Nach nur einem Jahr verlässt Benajmin Stambouli die Insel wieder und heuert bei PSG an. Aber auch Etienne Capoue verlässt die Spurs nach nur 36 Spielen in zwei Jahren, der Franzose wechselt für rund neun Millionen Euro zu Premier League-Aufsteiger Watford. Ebenso Paulinho, der zeitgleich mit Capoue bei den Spurs unterschrieb und nun auch am gleichen Tag seinen Wechsel nach China bekanntgab, wie Capoue seinen Wechsel zu Watford. Auf dieser Position wird sich sicherlich noch einiges tun. Im Tor haben die Spurs mit Hugo Lloris noch immer einen der besten Tormänner der Liga und mit Michael Vorm einen fantastischen Ersatzmann, der den Franzosen jederzeit problemlos ersetzen könnte. Die Mannschaft wird voraussichtlich in einem 4-2-3-1 agieren, mit Kyle Walker auf der rechten und Danny Rose auf der linken Seite der Abwehr. Während Walker derzeit einen beinahe unumstrittenen Stammplatz einnimmt, dürfte dürfte um den Platz auf der linken Seite ein Zweikampf entbrennen. Danny Rose spielte eine recht solide Saison und war vor allem bei Angriffen der Spurs ein sehr starker Spieler, doch der 25-Jährige hat einen starken Konkurrenten. Mit Ben Davies haben die Spurs einen weiteren Linksverteidiger, der zwar derzeit leider verletzt, aber Rose auf den Fersen ist. In der Innenverteidigung haben die Spurs derzeit ein wahres Luxusproblem. Zwar dürften Vertonghen und Alderweireld wie in den guten, alten Zeiten bei Ajax die Innenverteidigung bilden, jedoch werden auch Wimmer, Dier und Fazio um einen Platz in der Startformation kämpfen. Die beiden Belgier kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Ajax, gelten als sehr gute Freunde und verstehen sich auch auf dem Platz fantastisch. Die beiden dynamischen Verteidiger werden ein wichtiger Faktor im Spielaufbau der Londoner sein. Die Distanzschüsse der beiden Ex-Ajacieden werden gefürchtet sein. Doch auch der Einsatz von Eric Dier, der in der vorigen Saison sogar so gut spielte, dass wir ihn in die Elf der Aufsteiger wählten, oder Kevin Wimmer gilt nicht als unwahrscheinlich. Die beiden sind noch recht jung und unerfahren, doch dürften sie auch auf ihre Einsätze kommen und der Defensive der Spurs nicht schaden. Nach all den Abgängen im zentralen Mittelfeld wäre es sogar möglich, dass Alderweireld oder Vertonghen als Sechser im Mittelfeld agieren, während Wimmer, Dier oder Fazio in die Innenverteidigung rücken. Am wahrscheinlichsten gilt jedoch noch immer das Duo Vertonghen-Alderweireld.

Das bereits erwähnte zentrale Mittelfeld ist eine der Baustellen bei den Spurs. Bisher dürfte man wohl mit Nabil Bentaleb und Ryan Mason im Zentrum rechnen. Eine geniale Mischung, über die sich jeder Hipster freuen wird. Auf der einen Seite ein technischer Augenschmaus, mit einer unglaublichen Ruhe, Übersicht und Ballführung. Auf der anderen Seite ein Kämpfer mit Herz, Einsatz, Leidenschaft und (bisher leider noch recht ungefährlichen) Vorstößen in die Offensive. Während Bentaleb gesetzt sein dürfte, gilt Mason – selbst nach einer fantastischen Saison bei den Spurs – als Wackelkandidat. Auf seiner Position dürften noch Verstärkungen folgen. Tottenham streckt seine Fühler nach Deutschland aus und scheint Interesse an Kevin Vogt und Sven Bender zu haben. Jedoch haben die Spurs auch einige gute Jugendspieler, die unter Pochettino sicher Spielzeit bekommen werden. Darunter zum Beispiel Tom Carroll, Moussa Dembele oder auch Dele Alli, ein riesiges Talent, das in Zukunft noch für Furore sorgen könnte. In der Offensive dürfte man die gleichen Spieler wie in der vorigen Saison sehen. Chadli links, Lamela rechts, Eriksen im Zentrum. Bis auf Eriksen, der zwar Konkurrenz aus Deutschland bekommen könnte, aber gesetzt sein sollte, ist keine Position der Spurs fix. Chadli und Lamela sind zwar sehr schnell und haben viel Potenzial, doch die Londoner haben Interesse an Stuttgarts Timo Werner, Lyons Clinton N’Jie und Saido Berahino. Drei schnelle Offensivallrounder, die allesamt als Stürmer oder am Flügel spielen könnten. Doch womöglich startet ja ausgerechnet ein Spieler durch, mit dem nur ganz wenige gerechnet haben: Alex Pritchard. Der Blondschopf gilt ebenfalls als Offensivallrounder, hat eine fantastische Technik und Übersicht und ist ein wahrer Standardspezialist. Bei seiner Leihstation in Brentford konnte er den Bees mit seinen 12 Toren und sieben Vorlagen fast zum Aufstieg in die Premier League verhelfen, scheiterte mit ihnen jedoch in den Play-Offs. Nun soll dem 22-Jährigen endlich der Durchbruch in der Premier League gelingen. Mit Aaron Lennon soll ein weiterer Flügelspieler den Verein verlassen, womit sich Pritchard höchstwahrscheinlich mit Andros Townsend duellieren müsste.

In der Offensive ist Harry Kane unumstritten. Der neue Publikumsliebling hat Größen wie Adebayor und Soldado verdrängt. Die beiden sollen in den nächsten Wochen die Londoner verlassen. Soldado soll vor einem Wechsel zu Villarreal stehen, Adebayor vor einem Wechsel zu West Ham. Im Gegenzug sollen Saido Berahino oder AS Monacos Anthony Martial an die White Hart Lane wechseln. Hier wird sich bei den Spurs sicherlich noch einiges tun, da man bei Abgängen von Soldado und Adebayor mit Kane nur einen einzigen Stürmer im Kader hätte, maximal könnte man Shaq Coulthirst aus der Reserve hochziehen, doch der 20-Jährige war vorige Saison an Southend United und York City verliehen, zwei Viertligisten. Zwar konnte er in 33 Ligaspielen sechs Tore erzielen, jedoch dürft es bei Coulthirst noch nicht für die Premier League reichen. Die Spurs sind sehr schwer einzuschätzen, da sich bei ihnen noch sehr viel ändern kann und je nach den weiteren Transferaktivitäten die Qualität des Kaders steigen kann. Gute Transfers sind daher gefragt um weit oben in der Tabelle zu landen. Dennoch haben die Londoner eine der interessanteren Mannschaften der Liga bzw. ein Team mit unglaublich viel Potential. Lloris im Tor und Alderweireld und Vertonghen in der Innenverteidigung könnten der Albtraum jeden Gegners werden. Zudem noch ein Harry Kane in Topform in der Offensive. Wenn die Spurs alles richtig machen und ein gutes Team formen, können sie sehr weit oben landen.
Tottenham

LIVERPOOL
Wie bereits im Jahr zuvor haben sich die Reds gut verstärkt, was zumindest die Qualität der Spieler betrifft, jedoch haben sie es auch dieses Jahr geschafft Spieler zu verpflichten, mit denen sie wenig anzufangen wissen. Bisher ist noch nicht klar in welchem System die Mannschaft von Brendan Rodgers auftreten wird, man dürfte damit rechnen, dass die kreative Dreierkette aus dem Vorjahr nicht mehr Teil des Repertoires der Reds sein dürfte. Stattdessen dürfte man in der Defensive wieder mit einer Viererkette auftreten. Nach dem Verkauf von Glen Johnson haben die Reds mit Nathaniel Clyne einen der besten Außenverteidiger der Liga verpflichtet. Wie auf fast allen Positionen bei den Reds gibt es neben ihm jedoch viele Fragezeichen. Simon Mignolet wurde in der vorigen Saison zum Red der Saison gewählt. Zwar hatte der Belgier einen fantastischen Frühling. Wenn ein Spieler wie Mignolet, der kurzzeitig sogar seinen Stammplatz verlor, den Preis zum Spieler des Jahres erhält, dann ist das bezeichnend für die Saison der Reds. Liverpool war teilweise weit entfernt von einer Mannschaft mit Qualität, konnten oft nur durch taktische Geniestreiche von Rodgers zurück in die Bahn finden, hat sich aber für teilweise chaotische Aufstellung, viele Ausfälle und schwere Zeiten, dennoch sehr gut geschlagen – vielleicht ein Beweis dafür, dass sehr viel Potential vorhanden ist. Aber auch dieses Jahr traut sich Liverpool mit Mignolet in die neue Saison zu gehen. Zwar hätten sie sich wie Chelsea um Asmir Begovic bemühen können, doch stattdessen schenkt man lieber dem Belgier das ganze Vertrauen. Man kann nur hoffen, dass der 27-Jährige dem Druck standhält. Auf der rechten Seite ist Nathaniel Clyne gesetzt. Der Außenverteidiger, der bei den Saints zum Nationalspieler avancierte, wechselte im Sommer für rund 18 Millionen Euro an die Anfield Road. Die Erwartungen sind hoch, die Situation ähnlich vergleichbar mit der von Dejan Lovren. Lovren kam im Sommer 2014 nach einer fantastischen Saison bei den Saints zu den Reds. Der kroatische Innenverteidiger wechselte damals für 25 Millionen Euro zu Liverpool und konnte den Erwartungen nie gerecht werden. Von einem aufsteigenden Verteidiger der Premier League wurde er zur Lachnummer der Liga. Selbst Kolo Toure konnte ihn irgendwann aus der Startelf verdrängen. Erneut ein Beweis für das Ausmaß der vorigen Saison. Vor Kolo Toure dürften jedoch Sakho und Skrtel sein. Während bloß Mignolet und Clyne gesetzt sein dürften, stehen hinter den anderen Spielern Fragezeichen. Auf der linken Seite der Abwehr hat Liverpool nach wie vor große Probleme. Vorigen Sommer wechselte Alberto Moreno für 18 Millionen Euro von Sevilla nach Liverpool, doch schien große Probleme mit dem englischen Spielstil zu haben. Der 23-jährige Spanier konnte seine Leistungen nicht abrufen und wurde gegen Ende der Saison von Eigengewächs Jon Flanagan ersetzt, der zuvor José Enrique ablöste. Links dürfte sich wohl Jon Flanagan durchsetzen, José Enrique die Reds nach vier Jahren verlassen. Doch es könnte sich noch jemand vor Moreno drängen: Joe Gomez wechselte diesen Sommer für rund fünf Millionen Euro an die Anfield Road. Der 18-jährige Innenverteidiger spielte vorige Saison bei Charlton Athletic in der Championship, der zweiten Liga Englands. Im Alter von nur 17 Jahren gehörte der Engländer bereits zum Stammpersonal des Zweitligisten. Anfangs noch am Flügel eingesetzt – rechts wie links – fand er später seinen Platz in der Innenverteidigung. Nun gilt er als eines der größten Defensivtalente der Insel und machte eine fantastische Figur als Linker Verteidiger bei den Reds.

Das wäre der einfache Part. Noch ist unklar, ob Liverpool in einem 4-3-3, 4-2-3-1 oder gar einem 4-1-4-1 spielt. Viele rechnen mit einem 4-2-3-1 mit Jordan Henderson und James Milner auf der Doppel-Sechs. Es ist das erste Jahr ohne Steven Gerrard, nun gilt es die Last auf allen Schultern zu verteilen, oder blühen die Reds nun nach dem Abgang der Legende etwa auf? Mehr dazu hier: http://cavanisfriseur.com/2015/04/20/wenn-sich-eine-legende-selbst-zerstort-steven-gerrard/ Jordan Henderson stieg in der Vorsaison zum absoluten Publikumsliebling auf und könnte ein wichtiger Faktor im Spiel der Reds werden. Neben ihm hat man mit James Milner einen technisch starken Allrounder und sehr vielseitig einsetzbaren Spieler. Ob diese Kombination gut geht? Es dürfte die wohl noch beste Möglichkeit sein, denn Henderson und Allen bzw. Henderson und Lucas gilt auch nicht unbedingt als eine Erfolgsformel. Offensiv sieht das zumindest schon besser aus. Hier dürfte viel variiert werden. Die drei offensiven Mittelfeldspieler könnten zum Beispiel Lallana, Coutinho und Ibe werden. Drei technisch starke und schnelle Spieler, mit dem Zug zum Tor. Alternativ gäbe es noch Neuzugang Roberto Firmino, der wie Adam Lallana offensiv auf jeder Position einsetzbar wär. Auf rechts hätte man mit Lazar Markovic noch einen Flügelstürmer, der in der Vorsaison sogar öfter als Außenverteidiger herhalten musste. Das Mittelfeld von Liverpool bleibt eine absolute Wundertüte. Zwar stecken die Spieler voller Potential, doch bisher konnte kaum einer dieses auch abrufen.

Einer der wenigen Spieler, der das konnte, hat den Verein vor wenigen Wochen verlassen: Raheem Sterling. Zwar scherzen viele Liverpool-Fans über den Abgang des jungen Offensivtalents, doch erst im Lauf der Saison dürften einige realisieren, was sie an dem Spieler hatten. Die Transferaktivitäten von Liverpool bleiben ein Rätsel. Zusammen mit Sterling und Suarez war Sturridge Teil einer der besten Offensiven der Premier League. Doch seit dem Abgang von Suarez absolvierte Daniel Sturridge kaum mehr ein Spiel für die Reds. Der Stürmer entwickelte sich zu einem Dauerinvaliden. Brendan Rodgers musste handeln also holte man sich … Christian Benteke. Ein fantastischer Stürmer von Aston Villa, 24 Jahre jung, 42 Tore in 89 Premier League-Spielen. Wären da doch nur nicht die ständigen Verletzungen. Bei Aston Villa fiel er in seiner zweiten Saison fast ein ganzes Jahr aus, erst im Winter der Vorsaison kam er wieder richtig in Fahrt. 46,5 Millionen Euro für einen Spieler, der verletzungsanfällig ist. Ein sehr mutiger Transfer. Sollten Sturridge und Benteke jedoch fit bleiben haben die Reds zwei fantastische Spieler, mit denen sie in der Premier League noch einiges erreichen könnten. Gleichzeitig könnte das jedoch noch den Abgang von einigen weiteren Stürmer bedeuten.

Vor allem die Italiener Borini und Balotelli gelten als große Wechselkandidaten. Vor wenigen Tagen verließ Rickie Lambert die Reds für vier Millionen Euro und wechselte zu West Brom. Auch Iago Aspas beendete seinen England-Aufenthalt und blieb in Sevilla. Stattdessen holten die Reds Premier League-Shootingstar Danny Ings. Einen Spieler, den viele anscheinend noch immer unterschätzen. Die Frage wird nur sein, ob die Reds tatsächlich bei einer Formation mit einer einzigen Spitze bleiben, wenn man Stürmer wie Sturridge, Benteke, Ings und Origi hat. Die Reds sind diese Saison unglaublich schwer einzuschätzen. Wie im Vorjahr kaufen sie an und für sich sehr gute Spieler ein, doch wissen diese anscheinend nicht einzubinden oder die richtige Startelf zu finden. Bereits letztes Jahr hatte ich Liverpool mit Spielern wie Adam Lallana und Dejan Lovren sehr weit oben gesehen, beide floppten. Auch dieses Jahr sind meine Erwartungen nicht viel geringer, aufgrund von Einkäufen wie Clyne und Firmino, aber mein Gefühl sagt mir, dass die Reds auch dieses Jahr große Probleme haben werden und sich wenn, dann nur knapp für die internationalen Plätze qualifizieren.
Liverpool

SOUTHAMPTON
Wie bereits vorigen Sommer mussten die Saints einige ihrer besten Spieler abgeben, aber auch dieses Jahr scheinen sie bravurös die Abgänge kompensiert und ersetzt zu haben. Zwar verließen mit Morgan Schneiderlin und Nathaniel Clyne zwei absolute Leistungsträger den Verein, jedoch wurde wenig später passender Ersatz gefunden: Jordy Clasie kam für 12 Millionen Euro von Feyenoord Rotterdam zu den Saints und ist dort mit Ronald Koeman wieder vereint. Der Holländer weiß wie er den Mittelfeldspieler einzusetzen hat und dürfte den 24-Jährigen bereits schnell zu einer wichtigen Stütze im Team machen. Clyne wurde durch Cédric Soares ersetzt, der Portugiese konnte in der Vorbereitung bereits die Herzen der Fans für sich gewinnen, er galt als einer der besten in den Testspielen. Die Leihe von Toby Alderweireld ging zu Ende, ein Platz bei den Saints war lange Thema, doch nach langen Gesprächen entschied sich der Belgier für die Spurs. Southampton lieh im Gegenzug Steven Caulker von den Queens Park Rangers aus und hat damit einen adäquaten Ersatz gefunden. Außerdem haben die Saints mit Juanmi einen 22-jährigen Offensivallrounder aus Malaga verpflichtet. Stammtorhüter Fraser Forster ist derzeit verletzt, also dürfte Maarten Stekelenburg den Platz einnehmen. Auf der linken Seite wird wieder Ryan Bertrand spielen, hinter ihm ist mit Matt Targett ein junges, vielversprechendes Talent in Lauerstellung. Auf der rechten Seite ist Cedric Soares nach einer unglaublichen Vorbereitung gesetzt. Die Innenverteidigung werden Maya Yoshida und José Fonte bilden. Im 4-2-3-1 werden vor ihnen mit Jordy Clasie und Victor Wanyama zwei sehr defensive Mittelfeldspieler spielen, die körperlich sehr stark und toll im Spielaufbau sind. Hinter ihnen wartet mit James Ward-Prowse eines der größten Talente der Liga. Ebenso der vielversprechende Harrison Reed, die aber beide etwas offensiver agieren als Clasie und Wanyama. Die drei offensiveren Mittelfeldspieler könnten für Spannung sorgen. Mané auf links, Tadic im Zentrum und Shane Long auf rechts? Oder etwa doch Jay Rodriguez? Hier haben die Saints alle Möglichkeiten offen. Nach seiner langen Verletzungspause ist Jay Rodriguez nun wieder zurück und dürfte sich in die Startelf zurückkämpfen. Im Angriff ist der Italiener Graziano Pellè gesetzt.

Stekelenburg – Soares, Fonte, Yoshida, Bertrand – Wanyama, Clasie – Tadic, Rodriguez, Mané – Pellè

SWANSEA
Was für ein Sommer bei Swansea. Nach der höchsten Ligaplatzierung der Vereinsgeschichte machen die Walsier die vielleicht interessantesten Transfers dieses Sommers. Eder, Tabanou, Andre Ayew, Nordfeldt. Swansea geht in die Offensive und will die Premier League wie in der Vorsaison noch einmal richtig angreifen. Ohne groß nennenswerte Abgänge haben sich die Waliser nominell auf jeden Fall verstärkt. Im Tor hat man mit Lukasz Fabianski den Aufsteiger der Saison im Tor. Der Pole hatte ein unglaubliches Jahr bei den Walisern und war einer der besten Tormänner der Saison. Mit Kristoffer Nordfeldt hat man zudem ein wahres Schnäppchen gemacht. Der 26-Jährige ist ein guter Ersatzmann und wird den Polen sicherlich gut ersetzen, sollte er mal nicht spielen können. Auf der rechten Seite gibt es zwei sehr gute Verteidiger, doch Kyle Naughton dürfte den Kampf um den Stammplatz verloren haben und wird auf der Bank Platz nehmen müssen. Statt ihm wird der 32-Jährige Angel Rangel spielen. Auch auf der linken Seite wird es spannend. Neil Taylor hat eine starke Saison hinter sich, dennoch bekommt er mit Franck Tabanou einen der französischen Shootingstars vor die Nase gesetzt. Derzeit dürfte der Franzose die Nase vorne haben, doch mal sehen wie sich dieses Duell im Laufe der Saison entwickelt. In der Innenverteidigung ist das schon eindeutiger, hier werden Federico Fernandez und Kapitän Ashley Williams die Innenverteidigung bilden. Im 4-2-3-1 wird man Ki als Sechser und Shelvey als Achter sehen. Während Ki einer der absoluten Leistungsträger der Waliser ist, hat sich Shelvey in der vorigen Saison unglaublich weiterentwickelt. Als Ersatz hätte man mit Jack Cork einen weiteren sehr guten Mittelfeldspieler oder Leon Britton, der bereits in der Championship Swanseas Tiki-Taka verkörperte und bewies was für ein herausragender Spieler er ist. Außerdem hat man mit Matt Grimes ein junges Talent auf der Bank, das womöglich diese Saison seine ersten Einsätze in der Premier League feiern könnte. Auf den Flügeln wird mit Nathan Dyer auf der rechten und Andre Ayew auf der linken Seite rechnen können. Mit Montero, Routledge und Barrow hat man zwar gute Alternativen, sie werden sich jedoch noch hinter Ayew und Dyer anstellen müssen. Als Zehner wird Gylfi Sigurdsson spielen. Der Isländer ist einer der wichtigsten Spieler am Platz und hat schon einige Spieler der Waliser im Alleingang entschieden. Michu, Gomis, Eder, Emnes – vier unglaublich gute Stürmer, aber nur für einen Platz. Es ist schwierig einzuschätzen wie sich Eder und Michu unter Gary Monk schlagen werden, beide haben Potential, vor allem Eder könnte diese Saison ein wichtiger Mann hinter Gomis werden. Letztendlich wird es dennoch am Franzosen hängenbleiben.

Fabianski – Rangel, Fernandez, Williams, Tabanou – Ki, Shelvey – Dyer, Sigurdsson, Ayew – Gomis

STOKE
Stokealona hat auch dieses Jahr wie verrückt viele gescheiterte Barca-Spieler verpflichtet. Die Potters gaben mit Begovic, N’Zonzi, Huth und Palacios ein paar gute Spieler ab, doch wussten sie sich diesen Sommer gut zu verstärken. Joselu, Wollscheid, Van Ginkel, Afellay, Moha, Given, Johnson, … auf dem Papier klingt das schon ganz toll. Dennoch wird es für Mark Hughes gar nicht so einfach die richtige Elf zu finden. Nach dem Abgang von Asmir Begovic dürfte der junge Jack Butland im Tor der Potters stehen. Butland hat absolut das Zeug dazu und wird seine Chance hoffentlich nutzen. Auf der Bank hat man notfalls mit Shay Given einen der erfahrensten Tormänner der Liga und mit Jakob Haugaard ein weiteres Talent auf der Bank. Auf der rechten Seite gibt es einige gute Spieler und interessanterweise haben alle vier etwas gemeinsam: Sie sind alle 30 Jahre alt. Doch trotz ihrer Gemeinsamkeiten dürfte sich Glen Johnson doch klar durchsetzen. Anders sieht das auf der linken Seite aus. Erik Pieters ist der einzige Linksverteidiger im Kader und steht damit ohne Konkurrenten in der Startelf. In der Innenverteidigung haben die Potters mit Shawcross, Wollscheid, Wilson und Muniesa vier sehr gute Leute parat, doch derzeit kommt keiner an dem kongenialen Duo Shawcross und Wollscheid vorbei. Die beiden sind hinten wie eine Mauer, kopfballstark und fast unbesiegbar im Zweikampf. Im 4-3-3 von Mark Hughes werden Marco van Ginkel, Charlie Adam und Stephen Ireland das Mittelfeld bilden. Die Schwachstelle der Engländer ist leicht ausgemacht. Während man auf vielen Positionen zwei- bis dreifach sehr gut besetzt ist, hat man im zentralen Mittelfeld bis auf Charlie Adam kaum Qualität. Auch ein Marco van Ginkel hat zwar viel Potential, muss aber nach seinen vielen Verletzungen endlich Fuß fassen. In der Offensive hat man dann jedoch ein Luxusproblem. Zwei Flügel, aber gleich sechs gute Spieler. Auf der linken Seite: Ibrahim Afellay, Marko Arnautovic und Moha. Auf der rechten Seite: Jonathan Walter, Peter Odemwingie und Bojan Krkic. Derzeit dürfte noch Arnautovic die Nase vorne haben, es könnte jedoch gut sein, dass Stokealona ihre zwei Ex-Barca-Schützlinge vereint und bald Afellay zusammen mit Krkic die Flügelzange bildet. Im Angriff haben die Potters mit Mame Diouf und Joselu gleich zwei ausgezeichnete Ex-Hannoveraner, zudem noch Peter Crouch, der trotz seiner 34 Jahre noch immer Torgefahr ausstrahlt.

Butland – Johnson, Wollscheid, Shawcross, Pieters – Van Ginkel, Adam, Ireland – Bojan, Diouf, Arnautovic

CRYSTAL PALACE
Crystal Palace hat einen fantastischen Sommer hinter sich. Nach den Verkäufen von Yohan Cabaye, Alex McCarthy und Connor Wickham gehören die Londoner zu den absoluten Überraschungskandidaten der Saison. Im Tor hat Palace nun Wayne Hennessey, der bisher noch nicht so richtig überzeugen könnte, Julian Speroni (old but gold: http://cavanisfriseur.com/2013/10/09/wenn-loyalitat-belohnt-wird-julian-speroni/), den absoluten Publikumsliebling der Mannschaft und Alex McCarthy, ein 25-jähriger talentierter Tormann, der bereits im Alter von nur 22 Jahren Stammspieler beim damaligen Premier League-Aufsteiger Reading war, jedoch aufgrund einer Schulterverletzung zurückgeschlagen wurde. Während Speroni Ersatz ist, wird es einen spannenden Zweikampf zwischen Hennessey und McCarthy geben. Rechts dürfte Joel Ward gesetzt sein, könnte sich jedoch mit Ex-Liverpool-Spieler Martin Kelly um den Platz streiten. Auf der linken Seite dürfte wieder Winter-Neuzugang Papa Souare spielen. Die Innenverteidigung werden Scott Dann und Damien Delaney bilden. In einem 4-3-3 oder 4-2-3-1 dürften Mile Jedinak, James McArthur und Yohan Cabaye das Mittelfeld bilden, wobei Cabaye den offensiveren Part übernehmen wird. Alternativ gäbe es noch Jordan Mutch und Joe Ledley, die beide jederzeit in die Startelf rutschen können. Am Flügel dürfte einzig Bolasie gesetzt sein, auf der rechten Seite werden Jason Puncheon und Wilfried Zaha um den zweiten Platz fighten. Die Solospitze wird gleich von mehreren guten Spielern beansprucht. Connor Wickham, Glenn Murray, Chelsea-Leihspieler Patrick Bamford und Marouane Chamakh haben allesamt (gute?) Chancen auf einen Stammplatz. Dwight Gayle dürfte den Verein noch verlassen und wird wahrscheinlich an Fulham verliehen. Vor wenigen Stunden wurde mit Sakary Bako die Verpflichtung eines weiteren Stürmers bekanntgegeben. Hier dürfte oder sollte sich noch einiges ändern.

Hennessey – Ward, Delaney, Dann, Souare – McArthur, Cabaye, Jedinak – Puncheon, Wickham, Bolasie

EVERTON
Die Toffees sind dieses Jahr sehr schwer einzuschätzen. Wie im Vorjahr haben sie einen sehr guten Kader, der vor zwei Jahren schon ausgezeichnet funktioniert hat. Doch vorige Saison brach alles zusammen, dabei ging man fast unverändert in die neue Saison. Auch dieses Jahr versucht man es ähnlich: Gerard Deulofeu wurde von Barca zurückgeholt, außerdem Tom Cleverley von Manchester United gewonnen werden. Bis auf Distin und Alcatraz kaum erwähnenswerte Abgänge. Laut Trainer Roberto Martinez sollen noch zwei weitere Spieler folgen, jedoch scheint es so, als würde man versuchen mit einer eingespielten, unveränderten Mannschaft in die neue Saison zu gehen. Im Tor sollte Tim Howard spielen, der zwar in der vorigen Saison einige Male für spannende Momente gesorgt hat, jedoch immer noch das Vertrauen von Roberto Martinez genießt, dabei steht hinter dem Amerikaner ein junger Tormann, er ihn gut ersetzen könnte. Die Positionen der Außenverteidiger sind unantastbar, Coleman und Baines die absoluten Leistungsträger in der Mannschaft. In der Innenverteidigung sieht es derzeit nicht anders aus. John Stones und Phil Jagielka bilden ein gutes Duo für die Innenverteidigung. Nach den Abgängen von Alcatraz und Distin haben die Toffees derzeit keine weiteren Innenverteidiger, im Notfall könnte Besic einspringen, jedoch wird auf dieser Position noch mit Neuzugängen zu rechnen sein. Wie es nach der Verteidigung aussieht bleibt weiter offen. Viele rechnen mit einem 4-3-3, was für mich schwer vorstellbar wäre mit einem Ross Barkley im zentralen Mittelfeld, am Flügel oder gar auf der Bank. Einige bleiben auch beim 4-2-3-1 der Vorsaison. Im zentralen Mittelfeld dürften wieder Barry und McCarthy spielen, vor ihnen sollen Deulofeu und Mirallas für Gefahr sorgen. Im zentralen Mittelfeld überzeugte vorige Saison Muhamed Besic, kann sich anscheinend jedoch nicht gegen Barry und McCarthy durchsetzen. Mit Tom Cleverley hat der Bosnier nun einen weiteren starken Konkurrenten bekommen. Auf den Flügeln haben die Toffees viele Spieler zur Auswahl auf der rechten Seite können Deulofeu, McGeady, Steven Pienaar, Leon Osman oder sogar Steven Naismith spielen. All diese Spieler können aber genauso auf der linken Seite zu erwarten sein, dürften gegen Kevin Mirallas jedoch den Kürzeren ziehen, werden aber bei den Rotationen von Roberto Martinez sicherlich oft genug zum Zug kommen. Im Angriff wird Romelu Lukaku diese Saison hoffentlich für Tore sorgen. Der Belgier hatte keine einfache vorige Saison, zudem haben die Toffees mit Arouna Koné einen weiteren Stürmer, der im Fanlager bereits mit dem älteren Emile Heskey verglichen wird.

Howard – Coleman, Stones, Jagielka, Baines – Barry, McCarthy – Deulofeu, Barkley, Mirallas – Lukaku

WEST HAM
Die Hammers haben einen sehr interessanten Sommer hinter sich. Dimitri Payet, Angelo Ogbonna, Pedro Obiang, Stephen Hendrie, Darren Randolph, Carl Jenkinson, Manuel Lanzini und mit Slaven Bilic einen neuen Trainer, der forciert offensiven Fußball spielen will. Vermissen könnte West Ham einzig Alex Song, der zurück bei Barca ist und Stewart Downing, der für rund acht Millionen Euro in die Championship zu seinem Heimatverein Middlesbrough gewechselt ist. Der Sommer der Hammers kann sich wirklich sehen lassen. So viele gute Spieler für nur etwas mehr als 30 Millionen Euro. Doch was fängt Bilic mit der Mannschaft an? Im Tor wird Adrian spielen, gefolgt von einer Viererkette mit Jenkinson als Rechten Verteidiger, Winston Reid und Angelo Ogbonna in der Innenverteidigung und Aaron Cresswill als Linken Verteidiger. In der Innenverteidigung dürfte jedoch rotiert werden, da man mit James Tomkins und James Collins zwei weitere sehr sehr gute Innenverteidiger hat. Im 4-3-1-2 haben die Hammers nun viele Möglichkeiten. Das zentrale Mittelfeld dürften Obiang, Kouyate und Noble bilden, vor ihnen Dimitri Payet als Zehner. Im Angriff wäre wieder das berüchtigte Sturmduo Diafra Sakho und Emner Valencia prädestiniert. Jedoch fällt Valencia mit einer Wadenverletzung rund vier Monate aus. Angeblich soll West Ham an Nikica Jelavic interessiert sein. Neben dem Senegalesen Sakho dürfte nun verletzungsbedingt Zarate spielen.

Adrian – Jenkinson, Reid, Ogbonna, Cresswell – Obiang, Kouyate, Noble – Payet – Sakho, Valencia

WEST BROM
West Brom, einer der interessantesten Mannschaften der Liga, mit einer fantastischen Jugend und mit Tony Pulis einen sehr guten Trainer. Wie werden sich die Baggies dieses Jahr schlagen? Nach wenigen Abgängen hat sich West Brom Innenverteidiger James Chester für rund 11,5 Millionen von Hull City, Rickie Lambert von Liverpool und James McClean von Wigan geholt. Wie im Vorjahr dürften die Baggies wieder mit einer Viererkette aus Innenverteidigern spielen. Craig Dawson, Neuzugang James Chester, Jonas Olsson und Joleon Lescott dürften die Abwehr von Tony Pulis bilden. Vor ihnen wird man mit einer 5er-Kette spielen, wobei Yacob als 6er agieren wird, während McManaman, Fletcher, Morrison und Brunt den Rest der 5er-Kette vollenden. Vor allem von Callum McManaman dürfte man sich einiges erwarten können. Gegen Ende der vorigen Saison drehte der 24-Jährige noch einmal richtig auf und zeigte damit, dass er nun ein Teil der Philosophie von Tony Pulis wurde. Im Angriff dürfte, sofern er bei den Baggies bleibt, Saido Berahino spielen. Der Engländer zählte vorige Saison zu den besten Stürmer der Premier League und dürfte auch diese Saison weit oben mitspielen. Sollte Berahino jedoch tatsächlich zu den Spurs wechseln, hat man mit Ideye, Lambert und Anichebe drei sehr gute Alternativen.

Foster – Dawson, Chester, Olsson, Lescott – McManaman, Morrison, Yacob, Fletcher, Brunt – Berahino


LEICESTER
Nachdem der Aufsteiger in der Vorsaison bravourös den Klassenerhalt geschafft hat, dürfte es wohl diese Saison nicht einfacher werden. Mit Claudio Ranieri haben die Füchse einen neue Trainer und damit eine völlig neue Mannschaft. Weg vom 5-3-2, her mit dem 4-4-2. Mit Kasper Schmeichel und Mark Schwarzer hat Leicester zwei sehr gute Tormänner im Kader, wobei sich der Däne Kasper Schmeichel jedoch durchsetzen dürfte. Der Sohn von Peter Schmeichel machte in den letzten Jahren stets eine gute Figur und dürfte auch dieses Jahr wieder Stammtorwart sein. Bereits in der Viererkette gibt es große Probleme bei der Auswahl der richtigen Spieler. Auf der rechten Seite gibt es mit Danny Simpson und Ritchie de Laet zwei ungefähr gleich gute Außenverteidiger. Auch in der Innenverteidigung hat man – auch aufgrund des vorigen Systems mit drei Innenverteidiger – eine Vielzahl an guten Innenverteidigern. Robert Huth, Wes Morgan, Liam Moore, Marcin Wasilewski und jetzt auch noch sieben Millionen Euro-Neuzugang Yohan Benalouane. Der Einkauf des Ex-Atalanta-Verteidigers wird mit skeptischen Augen betrachtet. Hier dürften derzeit Wes Morgan und Robert Huth die Nase vorne haben. Je nach Eingewöhnungsphase dürfte Benalouane früher oder später den Platz neben Huth einnehmen. Auf der linken Seite gibt es jedoch bloß Christian Fuchs, der mit vielen Flanken für die nötige Gefahr sorgen soll. Als Ersatz gäbe es notfalls Jeffrey Schlupp, doch der gelernte Flügelstürmer ist besser in der Offensive aufgehoben als in der Defensive. Im Mittelfeld werden Riyan Mahrez, Neuzugang N’Golo Kante, Danny Drinkwater und Jeffrey Schlupp spielen. Vor allem Mahrez und Drinkwater sollen eine fantastische Vorbereitung gespielt haben und dementsprechend sind die Erwartungen an die beiden sehr hoch. Hinter Mahrez hat man mit Marc Albrighton einen soliden Mittelfeld-Allrounder parat, der für jede Position einspringen könnte. Im zentralen Mittelfeld hat man mit Andy King und Dean Hammond jedoch zwei sehr gute Spieler, die jederzeit in die Startelf rutschen könnten. Im Angriff werden Leonardo Ulloa und Shinji Okazaki spielen. Andrej Kramaric konnte bisher noch überzeugen und hat mit Neo-Nationalspieler Jamie Vardy und David Nugent zudem zwei sehr starke Konkurrenten.

Schmeichel – Simpson, Benalouane, Huth, Fuchs – Mahrez, Kanté, Drinkwater, Schlupp – Ulloa, Okazaki

NEWCASTLE
Vorige Saison hat Newcastle United gerade noch so den Klassenerhalt geschafft. Dieses Mal soll alles besser laufen. Mit Steve McClaren haben die Magpies endlich wieder einen Trainer, der die Mannschaft auf den richtigen Weg bringen kann und zudem auch neue Spieler, die das Zeug für mehr als nur den Klassenerhalt haben. Oder? Die Magpies werden in einem 4-3-3 spielen mit Tim Krul im Tor. In der Viererkette werden Daryl Janmaat, Coloccini, Neuzugang Chancel Mbemba und Massadio Haidara als Linker Verteidiger spielen. Kapitän Coloccini könnte die Magpies diese Saison noch verlassen, was die bereits sehr unsichere Verteidigung noch unsicherer machen könnte. Zwar hat Newcastle mit dem 20-jährigen Chancel Mbemba einen fantastischen Verteidiger verpflichtet, jedoch ist er noch kein gestandener Innenverteidiger und müsste bei einem Abgang von Colo eine Innenverteidigung mit Mike Williamson oder Jamaal Lascelles bilden. Der eine zu inkonstant, der eine womöglich zu unerfahren. Doch womöglich könnte genau die Kombination Mbemba-Lascelles sehr gut funktionieren. Beide sind sehr dynamische und variable Verteidiger und könnten diese Saison ihr Können unter Beweis stellen. Im zentralen Mittelfeld dürften Siem de Jong – sofern dieser fit bleibt, Georginio Wijnaldum und Jack Colback spielen. Alle drei sehr gute Spieler mit viel Potential, vor allem von Neuzugang Wijnaldum erwartet man sich sehr viel. In der Offensive werden Moussa Sissoko und Ayoze Perez als Flügelstürmer spielen, während Neuzugang und Sturmtank Aleksandar Mitrovic auf die nötigen Pässe wartet. Hier hat Steve McClaren aber viele Möglichkeiten, da beispielsweise Moussa Sissoko ins Mittelfeld rücken kann und damit Remy Cabella am Flügel spielen kann, oder statt Ayoze Perez genauso Yoan Gouffran spielen könnte. Sollte Mitrovic ausfallen hat mit man Papiss Demba Cissé einen sehr guten Stürmer auf der Bank. Auf dem Papier sehen die Magpies besser aus als in der vorigen Saison, mal sehen wie das Ganze auf dem Feld aussieht.

Krul – Janmaat Colo Mbemba, Haidara – De Jong, Wijnaldum, Colback – Sissoko, Mitro, Perez

SUNDERLAND
In den Saisonen 2012/13, 2013/14 und 2014/15 konnte sich Sunderland stets in letzter Sekunde vom Abstieg aus der Premier League retten. Jedes Jahr folgte ein vielversprechender Umbruch, doch dann folgte der tiefe Fall. Dieses Jahr soll alles anders werden, die Black Cats wieder im ruhigen Mittelfeld der Premier League landen. Deshalb hat man sich gut verstärkt: Jeremain Lens, Ricardo Alvarez, Younes Kabout, Santiago Vergini, Adam Matthew und Sebastian Coates kamen im Sommer zum Verein, während einzig Connor Wickham und Anthony Reveillere abgegeben wurden. Mit dem Retter Dick Advocaat haben die Engländer nun einen Kader mit vielen guten Spielern und einen Trainer mit dem nötigen Know-How, um den Verein wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Wie in der Rückrunde soll ein 4-3-3 die Lösung sein. Im Tor hat sich Costel Pantilimon gegen Vito Manone durchgesetzt. Als Rechter Verteidiger könnte Neuzugang Adam Matthews spielen, der bei Celtic sehr gute Leistungen auf dieser Position erbrachte. Aber auch Billy Jones, der unter Dick Advocaat zu einem sehr starken Spieler avancierte, könnte diese Position einnehmen. Die Innenverteidigung dürften die beiden Neuzugänge Younes Kaboul und Sebastian Coates bilden, die in der Vorbereitung bereits sehr gut harmoniert haben. Auf der linken Seite steht Patrick van Aanholt ohne Konkurrent da und dürfte somit einen Stammplatz haben. Im Mittelfeld haben die Black Cats viele Optionen. In der Vorbereitung sah man oft Cattermole als Sechser und Rodwell und Larsson als Achter. Alternativ gäbe es Liam Bridcutt als Sechser, der unter Dick Advocaat jedoch keine gute Figur machte. Um mehr Schwung in die Offensive zu bringen gäbe es Jordi Gomez als Zehner oder auch Ricardo Alvarez, der jedoch genauso gut am Flügel spielen könnte. In der Offensive wird man wohl Adam Johnson am rechten und Jeremain Lens am linken Flügel sehen, mit Jermain Defoe als Stürmer. Adam Johnson könnte jedoch genauso im zentralen Mittelfeld spielen und damit Platz für Giaccherini oder Fletcher schaffen, womit Defoe dann nach Außen ziehen würde.

Pantilimon – Matthews, Coates, Kaboul, Van Aanholt – Cattermole, Rodwell, Larsson – Johnson, Lens, Defoe


ASTON VILLA
Ein großer Umbruch bei Aston Villa. Nachdem man jedes Jahr um den Klassenerhalt spielt, will man nun mit Tim Sherwood und seinem Offensivfußball endlich wieder weiter oben in der Tabelle landen. Damit das gelingt wurden jedoch einige Spieler abgegeben. So zum Beispiel Transferflop Nick Heleniu, Chris Herd, Darren Bent, Matthew Lowton, Yacouba Sylla, Andreas Weimann und Graham Bourke. Andere hätte man gerne behalten, sie verließen den Verein aber dennoch. So etwa Christian Benteke, Fabian Delph oder Ron Vlaar. In Summe nahm der Verein aus Birmingham 65 Millionen Euro ein, die man sofort wieder investiert. Tim Sherwood hat dabei einige sehr interessante Spieler verpflichtet. Jordan Amavi, Jordan Veretout und Idrissa Gueye könnten die Shootingstars dieser Saison werden. Die Villans werden unter Tim Sherwood in einem 4-4-2 spielen. Bred Guzan ist unumstrittener Torwart bei dem Verein aus Birmingham. Auf der rechten Seite dürfte es eine Überraschung geben: Neuzugang José Angel Crespo soll bei Sherwood hoch im Kurs stehen und den Platz des Rechten Verteidigers einnehmen. Neben ihm spielt Micah Richards, der bei Aston Villa nun sein Glück sucht, und Cieran Clark. Auf der linken Seite wird Neuzugang Jordan Amavi spielen. Sein Konkurrent Aly Cissokho soll vor einer Leihe zu Porto stehen, womit dem Franzosen nur mehr Kieran Richardson und Joe Bennett als Konkurrenten bleiben. Der Franzose Amavi wird diese Saison eine wichtige Rolle bei Aston Villa einnehmen und könnte einer der Aufsteiger der Premier League werden. Auch das Mittelfeld ist sehr gut besetzt bei den Villans. Auf der rechten Seite werden sich Leandro Bacuna und Carles Gil um den Platz in der Startelf streiten. Bisher dürfte Gil die Nase vorne haben. Doch auch auf der linken Seite kommt es zu einem interessanten Zweikampf: Scott Sinclair gegen Jungspund Jack Grealish. Beide sind sehr gute Spieler und Grealish zeigte im offensiven Spiel von Tim Sherwood groß auf. Womöglich endet der Zweikampf ja für beide positiv und einer der beiden wechselt auf die rechte Seite. Im zentralen Mittelfeld dürften die Nezugänge Idrissa Gueyed und Jordan Veretout gesetzt sein. Beide könnten die Hingucker der Saison werden, vor allem Jordan Veretout wird medial bis in den Himmel gelobt und soll Aston Villa zurück in die obere Tabellenhälfte bringen. Als Ersatz hätte Tim Sherwood noch die defensiveren Carlos Sanchez und Ashley Westwood, sowie Joe Cole, der jedoch eher am Flügel zum Zug kommen könnte oder womöglich den Verein sogar verlassen wird. Auch im Angriff haben die Villans schon fast ein Luxusproblem. Nach dem Abgang von Christian Benteke fehlt zwar ein richtiger Starstürmer, jedoch hat man mit Jordan Ayew einen jungen Stürmer gefunden, der vom Profil her sehr gut ins Spiel der Villans passt und sich bei Lorient zu einem passablen Stürmer entwickelt hat. Neben dem Franzosen wäre derzeit ein Platz frei. Laut Medien steht Dimitar Berbatov vor einem Wechsel zu Aston Villa, aber auch Adebayor soll vor eine Leihe nach Birmingham stehen. Sollte jedoch der Berbatov-Transfer gelingen, hat man mit Ayew und Berbatov zwei kongeniale Stürmer, doch bis dahin wird man sich mit Rudy Gestede, der sich in der Championship in das Herz der Blackburn-Fans schoss, begnügen müssen, aber auch er weiß wie man Tore schießt und wird den Villa-Fans noch viel Freude bereiten. Außerdem hat man mit Libor Kozak einen guten Stürmer, der jedoch gerade erst wieder von einem Beinbruch zurückkommt, mit dem er die gesamte vorige Saison verpassste.

Guzan – Crespo, Richards, Clark, Amavi – Gil, Gueye, Veretout, Sinclair – Ayew, Gestede

BOURNEMOUTH
Der Aufsteiger mit dem kleinsten Stadion, das es jemals in der Premier League gab. Für viele Unwissende einfach nur ein Dorfverein. Dabei könnte der Aufsteiger für die Überraschung schlechthin sorgen. Die Cherries sind gespickt mit vielen unbekannten Spielern – sofern man sich nicht mit den unteren Ligen beschäftigt – die jedoch riesiges Talent besitzen. Angefangen von Matt Ritchie, der dieses Jahr sicher viele Fans begeistern wird, oder Callum Wilson, der ein Kandidat für die Three Lions wäre und ähnlich einschlagen könnte wie Charlie Austin in der vorigen Saison. Im Tor haben die Cherries zwei sehr gute Männer. Zum einen Artur Boruc, der bereits in der vorigen Saison an Bournemouth verliehen war und eine sehr gute Figur dabei machte, und Adam Federici, der jahrelang das Tor bei Reading hütete und jederzeit für den Polen einspringen könnte. Bournemouth spielt sehr ballbesitzorientiert und in einem 4-4-2. In der Viererkette dürfte der Neuzugang und teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte Tyrone Mings als Linker Verteidiger spielen. Sein Pendant auf der rechten Seite wird Simon Francis sein/darstellen, mit Adam Smith hat man einen passablen Ersatz für diese Position. Aber auch hinter Mings steht mit Charlie Daniels ein gestandener Linker Verteidiger bereit, der jederzeit für den Neuzugang einspringen könnte. In der Innenverteidigung dürften Kapitän Tommy Elphick und Steve Cook gesetzt sein, jedoch könnte auch der erfahrene Sylvain Distin der Mannschaft zum Klassenerhalt verhelfen. Stephane Zubar war ein wichtiger Spieler als der Verein in der League One, der dritten Liga Englands, spielte, sollte jetzt jedoch keine Rolle mehr spielen. Im rechten Mittelfeld wird Matt Ritchie für die nötige Gefahr sorgen. Der Mittelfeldspieler zieht immer wieder in die Mitte und schoss letzte Saison öfter als jeder andere Spieler in der Championship. Hinter ihm muss derzeit Chelsea-Leihgabe Christian Atsu Platz nehmen. Auf der linken Seite gibt es gleich mehrere Anwärter. Beispielsweise gäbe es Marc Pugh, der stets Teil der Startelf von Eddie Howe war oder Neuzugang Joshua King, der sich mit seiner Schnelligkeit vielleicht doch noch in die Startelf spielen könnte. Vor kurzem unterschrieb jedoch ein – für Bournemouth-Verhältnisse – Starspieler bei den Cherries. Ex-Leeds United-Spieler Max Gradel kam von Saint Etienne zurück auf die Insel und dürfte Pughs größer Konkurrent sein. Notfalls gibt es noch Junior Stanislas, aber der Engländer konnte bisher nicht überzeugen und könnte den Verein womöglich noch diesen Sommer verlassen. Im zentralen Mittelfeld gibt es nicht so eine große Auswahl. Gesetzt sind Andrew Surman und Harry Arter, Letzterer ist derzeit jedoch verletzt und dürfte damit von Ex-Newcastle United-Spieler Dan Gosling ersetzt werden. Mit Eunan O’Kane hat man auf der Bank eine defensivere Alternative. Kurz nachdem ich diesen Text schrieb unterschrieb Lee Tomlin von Middlesbrough bei den Cherries, womit ein Abgang von Transferflop Tokelo Rantie immer wahrscheinlich wird. Im Angriff werden mit voraussichtlich Callum Wilson und Yann Kermorgant spielen, das Stürmerduo hat in der Vorsaison ausgezeichnet funktioniert und dürfte auch diese Saison für viel Torgefahr sorgen. Um noch mehr über den Verein und seinen Werdegang zu erfahrenen solltet ihr unbedingt unseren Text „The Journey“ lesen: http://cavanisfriseur.com/2015/05/02/the-journey-bournemouth-afc/

Boruc – Francis, Elphick, Cook, Mings – Ritchie, Surman, Arter, Gradel – Kermorgant, Wilson

WATFORD
Seit dem Aufstieg hat sich einiges getan bei Watford. Der Aufsteiger ist gar nicht wieder zu erkennen, eine Prognose abzugeben ist daher schwer, eine Vorschau zu schreiben für mich noch fast schwieriger. Insgesamt holte Watford zehn neue Spieler, fünf Spieler wurden abgegeben. Zudem gibt es mit Quique einen neuen Trainer, der noch nie in England war. Man könnte mit einem 4-2-3-1 rechnen. Im Tor wird es interessant. Heurelho Gomes ist einer der Publikumslieblinge und war einer der wichtigsten Spieler im Kampf um den Aufstieg, nichts desto trotz holte man mit Giedrius Arlauskis einen litauischen Tormann von Steaua Bukarest. Das Duell zwischen den beiden könnte ein sehr spannendes werden, derzeit dürfte jedoch Gomes die Nase vorne habe. Auf der rechten Seite gibt es gleich zwei sehr gute Spieler, wieder ein sehr enges Duell. Juan Carlos Paredes oder Allan Nyom, beide sind sehr schnell und haben viel Lob von den Fans geerntet. Laut vielen Fans dürfte der Neuzugang aus Udinese jedoch das Rennen machen. In der Innenverteidigung sind einige gute Spieler vorhanden, so hat man beispielsweise Sebastian Prödl, Miguel Britos, Craig Cathcart, Tom Hoban, Joel Ekstrand, Gabriele Angella und Essaid Belkalem. Sieben Innenverteidiger zwischen denen nicht viel um ist. Diese Saison dürften wohl Sebastian Prödl und Miguel Britos Stammspieler sein, jedoch kann bei dieser hohen Anzahl an Konkurrenten immer etwas passieren und rotiert werden. Auf der linken Seite hat der Aufsteiger ebenfalls einen neuen Mann: Jose Holebas kam von der Roma und wird mit Daniel Pudil um den Stammplatz kämpfen. Jedoch darf sich auch der Schotte Ikechi Anya – manchen Deutschen könnte dieser Spieler noch etwas sagen – Hoffnungen auf einen Platz in der Verteidigung machen. Der 27-Jährige ist überall am Flügel einsetzbar, defensiv wie offensiv. Gut möglich, dass er diese Saison als Linker Verteidiger spielen wird. Das zentrale Mittelfeld bilden Etienne Capoue und Layun oder Behrami. Der Mexikaner hatte eine fantastische Saison als Sechser und dürfte auch diese Saison wieder ein wichtiger Bestandteil im Mittelfeld sein. Alternativ gibt es noch Ben Watson oder auch Almen Abdi, der jedoch eine offensivere Aufgabe bekommen könnte. Auf dem rechten Flügel wird Neuzugang Steven Berghuis spielen, der Holländer kam für 6,5 Millionen vom AZ Alkmaar. Auf der linken Seite wird voraussichtlich Ikechi Anya oder Matej Vydra spielen. Als Zehner dürfte Neuzugang José Manuel Jurado gesetzt sein. Im Angriff wird Troy Deeney für Gefahr sorgen. Bereits in der Championship war er eiskalt vor dem Tor und könnte womöglich einer der wichtigsten Spieler für einen möglichen Klassenerhalt werden. Mit Matej Vydra und Odion Ighalo hat man zudem zwei weitere sehr gute Stürmer, wobei Vydra offensiv variabel einsetzbar ist.

Gomes – Nyom, Prödl, Britos, Holebas – Capoue, Layun – Berghuis, Jurado, Anya – Deeney

NORWICH
Bei Norwich dürfte sich nicht all zu viel im Vergleich zum Vorjahr verändert haben. Die Canaries spielen weiterhin in einem 4-4-1-1. Ruddy ist unumstrittener Torwart. Auf der rechten Seite der Viererkette werden entweder Whittaker oder Liverpool-Leihgabe Andre Wisdom spielen. Auch in der Innenverteidigung dürfte sich nicht wirklich was geändert haben. Es wird weiterhin mit Kapitän Russell Martin neben Sebasien Bassong zu rechnen sein. In der Vorbereitung spielte Neuzugang Robbie Brady hin und wieder als Linker Verteidiger und könnte Martin Olsson damit Konkurrenz machen. Auf dem rechten Flügel ist Nathan Redmond gesetzt und wird hoffentlich auch in der Premier League für viel Torgefahr sorgen. Auf der linken Seite konnte vorige Saison Bradley Johnson überzeugen. Er war einer der wichtigsten Spieler der Mannschaft und konnte stets in den unteren Ligen überzeugen, in der Premier League ging er jedoch meist unter. Mal sehen wie es dieses Jahr wird. Im zentralen Mittelfeld dürften Alexander Tettey und Jonny Howson spielen. Tettey nimmt dabei den defensiveren Part auf der rechten Seite ein und schließt die Lücke, wenn Redmond einen Sololauf startet und Howson unterstützt Bradley Johnson, wie damals schon bei ihrer gemeinsam Zeit bei Leeds United. Sollte einer der beiden ausfallen, haben sie bis auf Graham Dorrans und Gary O’Neil nicht die notwendigen Spieler um einen Ausfall der beiden zu kompensieren. Als hängende Spitze dürfte Wesley Hoolahan spielen. Der 33-jährige ist zwar sicherlich nicht mehr der Jüngste, aber noch immer ein sehr gefährlicher Spieler. Alternativ gäbe es noch den jungen Josh Murphy und Neuzugang Robbie Brady, die beide diese Position gut einnehmen und dem Spiel der Canaries etwas mehr Tempo verleihen könnten. Im Angriff werden weiterhin Cameron Jerome und Lewis Grabban um den Stammplatz kämpfen. Ricky van Wolfswinkel und Gary Hooper werden hart arbeiten müssen um an den beiden vorbeizukommen.

Ruddy – Whittaker, Martin, Bassong, Olsson – Redmond, Tettey, Howson, Johnson – Hoolahan – Jerome

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