12. September 2016

Thomas Hürner

1990 in Aichach, zwischen Augsburg und München geboren, aktuell Student der Politikwissenschaften, Soziologie und freier Journalist. Mein Vater, ursprünglich aus Nürnberg, versuchte in jungen Jahren mit allen Mitteln einen „Glubb“-Fan aus mir zu machen. Doch früh zeigte sich der Rebell in mir, zu meinem fünften Geburtstag war mein großer Wunsch ein FC Bayern-Trikot mit der Nummer 18 und Jürgen Klinsmann auf dem Rücken. Als Sohn einer Brasilianerin hielt dieses Faible, das ich heute noch als großen Ausrutscher erachte, aber nicht lange an. Ich erfuhr von Ronaldo, dem bis heute einzig Wahren, „El Fenomeno“, dem Besten seiner Zeit. Vollkommen in seinen Bann gezogen wurde ich bei seinem pompösen Wechsel zu Inter Mailand „Tifoso“. Eines Tages ging Ronaldo, doch die Liebe zum Verein und zum Calcio allgemein blieben. Entgegen aller Widerstände aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sowie der deutschen Medienlandschaft blieb ich ein Rebell und ließ mir keine Sekunde lang ausreden, dass der italienische Fußball, obwohl korrupt und nicht immer attraktiv, in seiner altehrwürdigen Unvollkommenheit der Schönste ist. Mit seiner Passion leidet man eben gerne!