Timothy Weah wechselte im Juni 2019 für fast 10 Millionen Euro von PSG zum LOSC Lille. Nach einer Leihe zu Celtic Glasgow kehrt der Sohn George Weahs in der Ligue 1.

Der gebürtige US-Amerikaner ist ein vielseitig einsetzbarer Offensivmann, der dem letztjährigen Tabellenzweiten sehr gut zu Gesicht stehen kann. Wir haben Timothy Weah vor wenigen Monaten im Rahmen unserer Talente-Serie genauer vorgestellt.

Timothy Weah im Porträt

Wer in der Sommervorbereitung 2018 die Ergebnisse und vor allem die Aufstellungen des französischen Topclubs Paris Saint-Germain unter die Lupe nahm, dachte wohl in Anbetracht eines bestimmten Spielers mindestens zwanzig Jahre in der Zeit zurückgereist zu sein.

Schließlich befand sich in regelmäßigen Abständen der Name Weah im Line-Up des von Thomas Tuchel trainierten Vereins von der Seine. Ein Name, der in den Neunzigern bei Abwehrspielern und Torhütern für Angst und Schrecken gesorgt hatte.

Ein Name, mit dem bis heute nicht nur die Auszeichnung des Weltfußballers 1995, sondern darüber hinaus auch ein französischer, und zwei italienische Meistertitel in Verbindung gebracht werden.

George Weah ist mittlerweile Präsident seines Heimatlandes Liberia, sein Sohn Timothy spielte sich hingegen im Juli und August in den Fokus diverser Beobachter.

Aufgewachsen in den Vereinigten Staaten, startete Timothy Weah seine Laufbahn bei Blau-Weiß Gottschee und war später in der Jugend von Red Bull New York aktiv.

Von dort aus ging es 2014 für den heute 18-jährigen in die französische Hauptstadt, in der auch schon sein Vater die Blütezeit seiner Karriere erlebte.

Bereits in der Saison 17/18 kam der Angreifer unter Übungsleiter Unai Emery zu seinen ersten drei Einsätzen in der Ligue 1, war jedoch vorwiegend für die Nachwuchsmannschaft PSGs in der UEFA Youth League aktiv.

Unter Tuchel schien dem Rechtsfuß dann der endgültige Durchbruch in der ersten Mannschaft gelungen zu sein – die Betonung liegt hierbei allerdings auf dem Wort „schien“.

Denn aufgrund der Weltmeisterschaft in Russland stießen etliche Offensivstars wie Neymar, Kylian Mbappé oder Edinson Cavani erst spät zum Team dazu, weshalb für Weah nach Einsätzen an den ersten beiden Spieltagen der Saison nicht einmal mehr Platz auf der Reservebank im Pariser Prinzenpark war.

Bis dahin überzeugte der US-Amerikanische Nationalspieler, der bereits auf acht Einsätze für sein Land kommt, mit einer exzellenten Technik. Sowohl im Verein, als auch bei der Nationalmannschaft wurde Weah bis dato aufgrund seines Antritts und seiner Schnelligkeit häufig auf den Außen eingesetzt.


Von Haus aus ist er aber ein klassischer Mittelstürmer – genau wie sein Vater. Die Vergleiche mit der afrikanischen Legende liegen zwar nahe, für den 1.85 Meter großen Timothy ist das jedoch nebensächlich: „Ich verspüre überhaupt keinen Druck und reite diese Welle einfach mit. Natürlich vergleichen viele Leute uns miteinander, das ist für mich aber kein Problem. Ob mir das gefällt oder nicht, schlussendlich werde ich damit für den Rest meines Lebens auskommen müssen. Es motiviert mich ein besserer Spieler und Athlet zu sein und ich nutze diese Motivation zu meinem Vorteil.“

Gesagt hat Weah diese Worte allerdings nicht im Trikot von PSG, sondern in dem des schottischen Serienmeisters Celtic Glasgow. Zu Beginn des Jahres wechselte der Youngster nämlich auf Leihbasis zu den „Bhoys“ und versucht dort nun mehr Spielzeit als im Starensemble der Pariser zu ergattern.

Unter Coach Brendan Rodgers soll der junge Angreifer helfen den achten Titel in Folge in den Celtic Park zu bringen – das Rennen an der Tabellenspitze ist in Schottland nämlich derzeit so eng wie seit Jahren nicht mehr.

Für Celtic erzielte Timothy Weah in elf Partien drei Tore und trug zum Titelgewinn der Glasgower bei. Der Wechsel nach Lille ist für ihn der absolut richtige Schritt, da er hier wohlmöglich zum Stammspieler avancieren kann – insbesondere mit einem möglichen Abgang von Nicolas Pépé.

Lille hat sich mit Weah einen entwicklungsfähigen Offensivallrounder gesichert, der sich in den kommenden Jahren zu einem der besten Angreifer der Ligue 1 entwickeln kann.

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