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Mickael Cuisance wechselt zum FC Bayern München

Mickaël Cuisance verlässt Borussia Mönchengladbach und wechselt zum FC Bayern München.

Den 20-Jährigen analysierten wir im Sommer bereits genauer als Teil unserer „Players to watch 2018/19“-Serie. Seitdem kam Cuisance nie wirklich über die Rolle des Rotationsspielers hinaus. Profitierte er in der 2017/18 Saison noch von der Verletztenmisere der Borussia, musste er sich 2018/19 derzeit mit Kurzeinsätzen begnügen.

Die Gründe dafür waren vielfältig. Einerseits stieß er aufgrund der U19-EM später zur Mannschaft hinzu und konnte die Vorbereitung entsprechend nur bedingt mitmachen.

Hier ließ Trainer Hecking nämlich ein System mit einer Sechs und zwei Achtern eintrainieren. Bis dato brillierte der Franzose stets als Teil einer Doppelsechs. Als alleiniger Sechser ist er in seiner Spielweise zu riskant, fand Hecking. Als Achter scheinen sich Neuhaus, Zakaria und Hofmann besser zu eignen.

Trotz der geringen Spielen gelang es Mickaël Cuisance sowohl uns als auch den FC Bayern zu überzeugen. Mickaël Cuisance im Porträt:
Hinweis: folgender Text wurde im Juli 2018 geschrieben.

Mickaël Cuisance wechselt zum FC Bayern

Vor gut zwei Monaten verkündete die Borussia aus Mönchengladbach stolz eine Vertragsverlängerung. Es war aber nicht irgendeine, sondern die eines ihrer größten Juwele: Michaël Cuisance.

Der Franzose verlängerte seinen ohnehin schon langfristigen Vertrag nochmals um ein Jahr bis 2023.

Der 18-Jährige kam im Sommer 2017 für eine viertel Million Euro aus Nancy nach Gladbach. Dabei sollen die Fohlen unter anderem Manchester City und PSG ausgestochen haben.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Cuisance zu einer festen Größe des Teams. In der Bundesliga stand er 1195 Minuten auf dem Platz, insbesondere in der Rückrunde stand er häufig in der Startelf.

Was zeichnet diesen Spieler also aus, den Gladbach mittelfristig mit einem wahnwitzigen Transferplus verkaufen könnte?

Die Partie im März gegen Hoffenheim war richtungsweisend für den Franzosen. Aufgrund der Verletztenmisere sah sich Hecking gezwungen im Mittelfeld auf Jonas Hofmann und eben Cuisance zu setzen.

Es war das vielleicht stärkste Spiel eines 18-jährigen Sechsers der letzten Jahre. Der Franzose bestach durch Passqualität und defensive Disziplin.

Als Sechser verfügt er über einen guten Mix aus Kurzpässen, direkten Weiterleitungen und anlockenden Verzögerungen im Dribbling.

Gleichzeitig kann er aber auch präzise leicht zu verarbeitende Verlagerungen spielen und das Tempo somit verschärfen. In höheren Zonen spielt er gerne Lochpässe oder Lupfer auf den zweiten Pfosten wie beim Tor von Drmic gegen Hoffenheim.

Im Pressing übernimmt er Verantwortung, indem er häufig den direkten Zweikampf sucht. Dabei ist er sehr clever im Ausnutzen des Sichtfeldes seiner Gegner. Häufig attackiert er den Gegner aus dessen Rücken, noch bevor er den Ball erhält.

Der Franzose kommt dabei mit wenigen Fouls aus und verhält sich geschickt in den Duellen. In der Raumverteidigung ist er nicht minder talentiert. Auch hier versteht er es sehr gut die Bewegungen seiner Kollegen auszubalancieren und abzusichern. So kann er auf der Sechs sowohl Jäger als auch Sammler sein.

Mit diesen Fähigkeiten kann Cuisance sowohl als alleiniger Sechser vor der Kette spielen, als auch als Teil einer Doppelsechs. Als Achter und Zehner kann er ebenso eingesetzt werden. Hier glänzt er mit seiner Pressingresistenz und Kreativität.

Offensiv erinnert er ein wenig an Christian Eriksen, nur präferiert Cuisance eher den linken Halbraum. Von dort aus sollte ihm der Gegner nicht zu viel Zeit am Ball geben, da er stark darin ist, seine Stürmer in Szene zu setzen. Pro 90 Minuten kreierte er in der vergangenen Saison 1,59 Chancen.

Der Gladbacher ist ein überaus flexibler Spieler, der zentral alle Rollen begleiten kann. Wenn er gefordert wurde, stand er bereit und zeigte starke Leistungen. Ob er auch in diesem Jahr vorrangig als Backup für Kramer und Zakaria geplant ist, ist zu bezweifeln.

Dafür waren seine bisherigen Leistungen einfach zu stark. Gut möglich, dass er vorrangig als Zehner oder Achter eingebunden wird. Falls Zakaria den Verein verlassen sollte, haben die Gladbacher mit dem 18-Jährigen einen perfekten Ersatz in ihren Reihen.


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