Die 2010er Jahre neigen sich dem Ende zu. Ein Jahrzehnt italienischen Fußballs dem Juventus seinen Stempel aufdrückte. Zuerst unter Trainer Antonio Conte, dann fortgeführt von Massimiliano Allegri.

Nun steht der nächste und schwerste Umbruch in der Ära Andrea Agnelli bevor. Denn im Sommer folgte die Trennung mit Erfolgstrainer Allegri, doch dies war nur der Anfang.

Bereits während der vergangenen Saison veränderte sich die Führungsetage. Mit Beppe Marotta ging der langjährige Sportdirektor mitten in der Saison. Fabio Paratici, Zögling von Marotta und bis dahin Chef-Scout und Kader-Stratege, übernahm diese Rolle.

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Zidane, Deschamps, Conte, Guardiola oder Pochettino? Der neue Trainer ist: Sarri

Lange vor Ende der Saison war klar, die Wege von Juventus und Allegri werden sich nach fünf gemeinsamen Jahren trennen. Nur der Nachfolger stand nicht in den Startlöchern bereit.

Ein gefundenes Fressen für die italienischen Sportmedien im Sommerloch. Bereits während der Saison wechselten die Namen der Medien-Favoriten wöchentlich. Nach einer anhaltenden Posse um den angeblichen Nachfolger präsentierte man in Turin dann Maurizio Sarri.

Als frischgebackener UEFA Euro League-Sieger verließ er Chelsea bereits nach nur einem Jahr wieder und kehrt nach Italien zurück. Der Culture-Clash war zu groß. Sarri kriselte mit der englischen Mentalität und die Distanz zu seiner Familie lies den Kettenraucher nicht gerade entspannter erscheinen.

Letztendlich hat sein System in Chelsea nicht vollends funktioniert und wurde erst nach lautstarker öffentlicher Kirtik etwas angepasst.

Seine Verpflichtung stieß nicht nur bei Juventus Anhängern auf Kritik, denn Sarri war zuvor prägender Trainer der jüngsten Ära in Napoli. Eine Zeit, in der Sarri öffentlich die Rivalität von Napoli und Juve befeuerte und kaum ein gutes Wort an der Mannschaft aus Turin lies.

Sarri gilt als Jogginghosen-Trainer, mit rauem Auftreten, der das Gegenbild zum Gentleman-Auftreten der Turiner bildete. Die Nikotinsucht des Zigarettenfilter-kauenden Kettenrauchers wird hier nur der Chronistenpflicht halber erwähnt.

Neben seinem Äußeren und Äußerungen, pflegt Sarri ebenfalls ein System-Fußball zu spielen, Sarri-Ball genannt, der anders als der von Juve war. Dementsprechend gemischt waren die Reaktionen aus dem ganzen Land.

Es wird spannend zu sehen sein, wie sehr die gegensätzlichen Charakteristiken der Juve und Sarri miteinander funktionieren.

Der Sommer auf dem Mercato

Nicht nur auf der Trainerbank und in der Führungsetage gab es Wechsel, auch auf dem Feld stehen große Veränderungen an. Das ist in der erster Linie dem System-Wechsel geschuldet und dem Vorantreiben des Generationen-Umbruchs.

Der wohl wichtigste Baustein diesen Umbruchs und Königstransfer diesen Sommers ist Matthjis de Ligt. Der junge Niederländer, der in der vergangenen Saison als Kapitän von Ajax-Überraschungsmannschaft für Furore sorgte, stand bei allen großen Clubs auf der Liste.

Eigentlich galt ein Abgang des Ausnahmetalents nach Spanien im Raum. Doch dann zeichnete sich plötzlich Juventus als Kandidat ab. Nicht zuletzt Cristiano Ronaldos Rekrutierungsversuch, nach dem Länderspiel der Niederlande und Portugal, befeuerten den Wechsel.

Mit Mino Raiola ist der Berater de Ligts ein alter Bekannter in Continassa.

De Ligt entschied sich für einen Wechsel zur „Alten Dame“ und soll dort die traditionelle Abwehrstärke fortführen und die neue Generation anführen. Nachdem Andrea Barzagli seine Schuhe bereits dieses Jahr an den Nagel hing, werden in naher Zukunft auch Chiellini (35) und Bonucci (32) folgen.

Für die Nachfolge der „BBC“-Ära wurde dieses Jahr nicht nur in de Ligt investiert. Mit Merih Demiral kommt ein weiterer junger und begabter Innenverteidiger, der sich bereits in der Liga auskennt.

Und mit Cristian Romero hat man gar eines der größten Abwehrtalente der Liga von CFC Genoa bereits verpflichten können, leiht ihn jedoch noch ein Jahr aus.

Auf den Flügeln hat man sich von überraschend von Joao Cancelo getrennt und Spinazzola an die Roma verkauft. Dafür hat man im Tausch den U-Nationalspieler Luca Pellegrini aus der Hauptstadt, der direkt weiterverliehen wird, und Danilo von Manchester City bekommen.

Die Zentrale ist in Sarris System das Herzstück. Schon sehr früh war Aaron Ramseys Wechsel klar, der Waliser kommt von Arsenal und zeigte trotz Verletzung bereits sehr viel Enthusiasmus bei seinem neuen Verein.

Adrien Rabiot war der letzte Neuzugang im Mittelfeld und hat in der jüngeren Vergangenheit abseits des Platzes einige Negativschlagzeilen produziert.

Aus Frankreich wurden immer wieder kritische Stimmen über seine Persönlichkeit laut, auch in Kombination mit der rigorosen Spielervertretung durch seine Mutter.

Seine sportliche Klasse steht dagegen außer Frage, in der Vorbereitung hat er sich durch postive Leistungen hervorgetan.

Der unerwarteteste Transfer kam jedoch auf der Torwart-Position zu Stande. Da Mattia Perin, der vorläufig das Rennen um die Nummer 1 verloren hat, einen Vereinswechsel anvisiert, war man auf der Suche nach einem neuen Ersatztorwart. Mit Gianluigi Buffon kehrt hierfür überraschend eine der größten Vereinslegenden zurück.

Im Sturm kehren mit Pjaca und Higuain zwei Spieler von ihren Leih-Stationen zurück, die direkt wieder abgegeben werden sollen. Ebenso ranken sich Gerüchte um Abgänge von Khedira, Rugani, Matiudi, Mandzukic und Dybala.

Besonders ein Wechsel des letztgenannten dürfte die Stimmung der Tifosi, denen der Wechsel von Shooting-Star Moise Kean nach Everton sauer aufstößt, bereits vor Saisonbeginn auf den Nullpunkt sinken lassen.

Weitgehend unter dem Radar waren dagegen die Abgänge der Nachwuchsstürmer Orsolini, Favilli und Cerri. Allesamt Teil der bisherigen U21-Nationalmannschaft Italiens und reif für größere Aufgaben in der Serie A.

Insgesamt will Sarri sich noch von weiteren 6 Spielern trennen, da er einen kleineren Kader bevorzugt. Er machte allerdings auch deutlich, dass er wenig Mitspracherecht zu haben scheint.

Sarriazione – Eine Kaderanalyse

Durch den Trainerwechsel wird sich Juventus neu ausrichten müssen. Wird Sarri sein System durchziehen, werden einige Spieler auf neuen Positionen auflaufen. Dass der Trainer von seinem „Sarri-Ball“ abrückt ist nicht zu erwarten. Wie wirkt sich Sarri also auf Juventus aus?

Das Hauptaugenmerk wird auf dem 4-3-3-System liegen. Ein System mit vielem vertikalem Passspiel, pendelnden Mittelfeldspielern, einrückenden Außenstürmern und ein rotierendes Zusammenspiel in die Spitze durch die nachrückenden Spieler.

Sarris Spiel beruht auf Bildung von Dreiecken zum Überspielen der Linien. Das benötigt hohe Ball- und Passsicherheit. Eine hoch-verteidigende Abwehrkette soll für die Gegner die Wege zum Tor weit machen und in der Offensive sollen rochierende Offensivspieler Löcher reißen, in die Box-to-Box-Spieler vorstoßen.

Wie wird dieses Vorhaben also mit dem Spielermaterial von Juventus vereinbar sein?

Besonders im Sturm herrschen vor Saisonstart noch viele Fragezeichen. Zuerst wäre dort Paulo Dybala zu nennen. Ein begnadeter Fußballer und als Juves Megastar der Zukunft gesehen, hat er letztes Jahr unter Allegri einige Denkpausen verordnet bekommen und konnte den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden.

Eigentlich aber wäre Dybala der ideale Spieler in Sarris System. Er ist variabel genug um im Sturmzentrum zu starten, wie es Dries Mertens bei Napoli als falsche 9 gespielt hat, oder über den Flügel zu kommen wie Hazard bei Chelsea. Stattdessen macht es den Anschein, dass Juventus den Spieler unter allen Umständen abgeben wollen würde.

Ein Transfer zu Manchester United oder Tottenham scheiterte Berichten nach nur in den persönlichen Vertragsverhandlungen zwischen dem Argentinier und den potenziellen Vereinen.

Sein Verbleib dürfte auch beeinflussen, auf welcher Position Superstar Cristiano Ronaldo aufläuft. So könnte dieser im Sarri-Ball sowohl über den linken Flügel wie auch in der Sturmmitte spielen.

Dort will man sich weiterhin von Gonzalo Higuain trennen – auch wenn Sarri und er eine besondere Beziehung haben. Wie bei seinem Landsmann Mauro Icardi scheint nicht absehbar zu sein für welchen Verein er in der kommenden Saison aufläuft. Nicht gänzlich vorzustellen, dass „El Pipita“ am Ende gar in Turin verbleibt, weil es keinen Abnehmer gibt.

Ebenfalls gibt es anhaltende Wechselgerüchte um Mario Mandzukic. Für die Rolle des Startspielers in der Sturmzentrale wird er nicht eingeplant und dass er weiterhin, wegen fehlender Alternativen, hauptberuflich den linken Flügel beackert, darf stark bezweifelt werden. Seine Rolle als Ergänzungsspieler wird den temperamentvollen Kroaten sicher beschäftigen.

Auf der rechten Außenbahn bekommen Douglas Costa und Juan Cuadrado eine erneute Chance. Der Brasilianer Costa hat mit seiner Grundschnelligkeit und Technik ideale Voraussetzungen um die intesiven Läufe auf Außen zu absolvieren und die Pässe zu spielen, die Sarri sehen will.

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Doch ähnlich wie in seiner Zeit bei Bayern München, fehlte es ihm bislang an Konstanz und Zielstrebigkeit.

Cuadrado ist nach einer langen Leideszeit jedoch noch kein Kandidat für einen Startplatz. Seine Stärke hat der Kolumbianer auch eher auf der Außenposition im 3-5-2 gezeigt. Ihn könnte Sarri eventuell auch als offensivere Außenverteidiger-Variante in Betracht ziehen. Bei ihm mangelt es an Passsicherheit, dafür ist er lauf- und einsatzfreudig.

Neben Costa und Cuadrado wird Federico „Fede“ Bernardeschi auf dem (rechten) Flügel seine Einsätze bekommen. Doch Bernardeschi hat das Problem, dass er kein Flügelstürmer ist, sondern eher ein Zehner oder eine hängende Spitze.

Diese Position gibt es seit Jahren nicht mehr im Spiel von Juventus und auch im Sarri-System dürfte er schlechte Karte haben.

So zieht er nicht mit Tempo zur Grundlinie, sondern legt sich den Ball vom rechten Flügel kommend, lieber nach Innen um mit seinem starken linken Fuß dort den letzten Pass zu suchen. Vertikale Läufe, ohne Ball, hinter die Abwehrlinie zum Beispiel, gehören nicht zu seinen Stärken.

Wie man sich im Sturm aufstellt, hängt davon ab, was noch auf dem Transfermarkt passiert. Zum Saisonstart dürfte nur Douglas Costa auf einer der beiden Außenstürmer-Positionen sicher sein. Ob Ronaldo dann zentral oder auf dem Flügel beginnt, wird das weitere Personal bestimmen.

Der Motorenraum

Etwas klarer ist die Personalfrage im Mittelfeld. Dort werden drei Positionen zu besetzen sein. Bei zwei dieser drei Positionen scheint die Sache entschieden.

Mit Miralem Pjanic wird die zentrale Position der Dreiekette im Mittelfeld besetzt werden. Der Bosnier wird der Taktgeber sein, wie es Jorginho die letzten Jahre unter Sarri war.Zu Pjanic gibt es im Kader keine richtige Alternative.

Der passsichere und intelligente Spieler wird sich permanent zur bereits erwähnten Dreiecksbildung anbieten müssen. Rodrigo Bentancur ist zwar auch sehr stark in der Mitte vor der Abwehr, doch kommt etwas mehr über das körperliche Spiel, statt viele kleine Wege zu machen und Pässe zu spielen.

Die zwei Positionen neben ihm haben gleich sechs Bewerber. Rabiot scheint hierbei gesetzt zu sein. In der Vorbereitung konnte der athletische Spieler zeigen, dass er ein guter Allrounder ist, der in beide Richtungen Sarris taktische Vorstellungen erfüllen kann.

Er wird vorerst die offensivere Rolle einnehmen, wie etwa Hamsik oder Loftus-Cheek.

 

Mit Aaron Ramsey wurde ein weiterer Spieler für die Rolle des Box-to-Box-Spielers verpflichtet, der allerdings erst Anfang August nach einer Verletzung ins Training eingestiegen ist.

Den weiteren Startplatz machen daher vorerst Bentancur und Khedira unter sich aus. Für Khedira spricht die Torgefahr, Erfahrung und Passsicherheit. Bentancur, der sich seit Jahren stetig verbessert und immer mehr an einen jungen Patrick Vieria erinnert, wird viele überraschen.

Blaise Matiudi und Emre Can scheinen momentan hinten anzustehen. Es scheint, dass besonders die technischen Fähigkeiten beider Akteure Sarri nicht überzeugen konnten. In der Zentrale hat der Trainer sehr viele Alternativen seine Taktik umzusetzen.

Missverständnisse auf der Außenbahn

Alternativlos gesetzt ist dagegen Alex Sandro als linker Außenverteidiger. Der Brasilianer fliegt in der öffentlichen Wahrnehmung etwas unter dem Radar, spielt jedoch sowohl offensiv als auch defensiv auf allerhöchstem Niveau.

Er wird die weiten Wege gehen können und eine ähnliche Rolle wie Marcos Alonso bei Chelsea spielen können.

Allerdings wird es auch dieses Jahr keinen richtigen Ersatz für ihn geben. Luca Pellegrini, der für den potenziellen Ersatz von Alex Sandro, Spinazzola, im Tausch nach Turin kam, wird direkt an Calgiari verliehen.

Als rechter Außenverteidiger wird vorerst wohl Di Sciglio starten. Hier überrascht der Abgang von Joao Cancelo. Als moderner, spielstarker Außenverteidiger zeigte Cancelo besonders in der vergangenen Hinserie eine starke Performance.

Dass man ihn nun um jeden Preis abgeben wollte, kann nur interne Gründe haben. Denn weder De Sciglio, noch der im Tausch mit Cancelo von Manchester City gekommende Danilo, können sportlich in seine Fußstapfen treten.

Bei Mattia De Sciglio hat sich aber immer wieder gezeigt, dass er zwar ein solider Rotationsspieler ist, er sich aber nicht für höhere Aufgaben empfehlen konnte. Das lag meist an fehlender Konstanz und nicht vorhandener Dynamik und Variabilität des Spiels.

Er ist ein klassischer Außenverteidiger, der jedoch immer wieder der Schwachpunkt der Abwehr war. Auch Danilo stagniert seit mehreren Saisons in der Entwicklung und konnte sich weder bei Real, noch bei Manchester City einen Stammplatz erspielen.

Ob einer der beiden die Rolle des Außenverteidigers interpretieren kann, wie Sarri es sich vorstellt, darf bezweifelt werden. Hohes Pressing, gutes vertikales Passspiel und offensives Umschalten sind nicht deren Stärke.

Azpilicueta war bei Chelsea in einer ähnlichen Situation und arbeitete daher eher in der eigenen Hälfte.

Die Abwehrzentrale post-BBC

In der Abwehr ist die Personalfrage einfacher zu beantworten. Drei der vier Startpositionen sind fest vergeben. Das Innenverteidiger-Duo in der Viererkette wird Matthias De Ligt und Giorgio Chiellini bilden.

Die Abwehrspieler werden in Sarris System viele Pässe spielen müssen. Chiellini hat sich besonders bei Kurzpässen in der vertikalen Ebene in den letzten Jahren sehr verbessert. De Ligt ist schon in jungen Jahren ein kompletter Verteidiger, der alle Anlagen mitbringt.

Es wird interessant zu sehen sein, wie sich Leonardo Bonucci verhält. Ein Faktor, der Bonuccis Spiel in der Vergangenheit ausgemacht hat, ist sein starker Spielaufbau gewesen. Seine langen Vertikalpässe waren sowohl bei Juve, als auch in der Squadra Azzura, eine Spezialität.

In Zeiten als „Packing“ aufkam, war er ein Musterbeispiel, wie man mit einem langen Ball viele Gegenspieler überspielen kann. Doch diese Stärke geht ihm mittlerweile ab, eine zu große Streuung und Fehlerquote hat er in den langen Pässen.

Wenn sich kein Spieler verletzt und man nicht auf die Dreierkette zurückgreift, wird er wohl auf der Bank sitzen. Bonucci hat öfter bereits gezeigt, dass er kein einfacher Charakter ist – wodurch es auch im Sommer 2017 zur vorläufigen Trennung kam und Bonucci zu Milan wechselte.

Quelle: REUTERS/Osman Orsal (TURKEY – Tags: SPORT SOCCER)

Ein Verlierer des Sommers scheint Daniele Rugani zu sein. Seit 4 Jahren befindet sich der mittlerweile 25-jährige im Wartestand um nach der Ära Chiiellini-Barzagli-Bonucci das Erbe anzutreten.

Doch mit Demiral und Romero hat man zwei hochtalentierte und aufstrebende Innenverteidiger von Serie A-Clubs verpflichtet. Romero wird ein weiteres Jahr verliehen, bevor er endgültig zu Juve wechselt. Doch Demiral wurde in der Vorbereitung Rugani vorgezogen.

Ein Wechsel zu Arsenal stand im Raum, diese verpflichteten jedoch David Luiz. Kurz vor Ende des Transferfensters wird bei ihm auf einen Wechsel hingearbeitet. Aktuelle Gerüchte bringen die Roma ins Gespräch.

Im Tor wird Wojciech Szczęsny als klare Nummer 1 in die Saison gehen. Szczęsny gilt als moderner Torwart, passsicher und athletisch. Gleichzeitig mit Stärken auf der Linie und im 1 gegen 1.

Rückkehrer und Vereinslegende Buffon wird der Mannschaft besonders abseits des Platzes helfen. Und die alte Nummer 1B Perrin wird vorerst wohl nicht wechseln und seine Verletzung ausheilen.

Ob sich das Torwartkarussell im Winter dann neu dreht, wird abzuwarten bleiben. Schließlich ist auch Buffon noch in der Lage auf allerhöchstem Niveau Bälle zu halten.

Ausblick und Fazit

Nachdem der achtfache Serienmeister den personellen Umbruch eingeleitet hat, ist das Unterfangen Titelverteidigung allein schwer genug. Dazu kommt der Faktor Sarri. Es wirkt wie ein Experiment.

Auf dem Transfermarkt hat man sich zwar auf den zentralen Positionen der Abwehr und des Mittelfelds gezielt und auch auf lange Sicht verstärkt, doch auf  vielen Positionen fehlt es an Substanz und Kadertiefe.

Für die Außenverteidiger-Position hat man Alex Sandro nur einen Spieler, der höheren Ansprüchen genügt.

Allen voran im Sturm, zentral und auf den Außen, wäre eine zuverlässige Option dringend notwendig. Die Abgänge der vier italienischen Nachwuchsstürmer, allen voran Moise Kean, ist den Fans dementsprechend schwer vermittelbar.

Es werden viele. Fragen zu klären sein. Vor allem, ob und wie der Trainer und die Mannschaft zusammenfinden. Sarri gilt als systemstarr und setzt weniger auf einen breiten Kader oder große Rotation.

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Die Fragezeichen auf und neben dem Platz werden zu Härtefällen führen und natürlich besteht die Möglichkeit, dass man kritische Phasen überstehen muss.

Wie viel Kredit die neue Vereinsführung und das neue Trainerteam im Umfeld haben wird, bleibt abzuwarten. Es hängt auch daran, was noch auf dem Transfermarkt passiert.

Doch die Konkurrenz in der Serie A wittert die Chance und investiert mutig. Allen voran Napoli hält bei der Entwicklung den Fuß weiter auf’s Gaspedal.

Und seit das frühere Juventus-Duo, Marotta und Conte, bei Inter übernommen hat, wird die Zukunftsplanung der Nerazzuri mit großen Schritten vorangetrieben.

Die italienische Meisterschaft wird im Jahr 2020 so offen sein, wie lange nicht mehr und Juventus muss sich ordentlich Strecken um ein Wörtchen mit zu reden.

Will man gar europäisch einen Schritt weiterkommen, wären Verstärkungen zwingend notwendig. Bereits in den vergangenen Spielzeiten war man dafür personell zu kurzsichtig aufgestellt. Dieses Jahr wird man in der Champions League nach der Gruppenphase vor schweren Aufgaben gestellt sein.

Zu Saisonbeginn wird Sarri selbst übrigens wegen einer Lungenentzündung nicht zur Verfügung stehen. Ebenso sind die Einsätze von Cristiano Ronaldo und de Ligt wegen kleinerer Blessuren fraglich.

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Christian
Written by Christian
Mit 2 Herzen in der Brust, vergeben an Eintracht Frankfurt und Juventus, aber 2 offenen Augen für jede Partie. Mit Liebe für die Bundesliga und den Calcio. Seit Kindestagen verrückt nach Fußball und auch in anderen Sportarten zu Hause.