In unseren Cavanis Friseur 110 porträtieren wir 110 Spieler, die unserer Meinung nach derzeit zu den besten U20-Talenten der Welt zählen.

Dazu haben wir aus über 500 Spielern mit Stichtag 1.1.1999 pro Position 10 Spieler ausgewählt und diese analysiert. In diesem Text wollen wir euch die besten Talente im linken Mittelfeld vorstellen.

Die 10 besten Talente im linken Mittelfeld:

Alphonso DaviesFC Bayern München
Willem GeubbelsAS Monaco
Callum Hudson-OdoiChelsea FC
João Filipe „Jota“Benfica
Vinícius JúniorReal Madrid
Justin KluivertAS Roma
PaulinhoBayer 04 Leverkusen
RodrygoFC Santos
Ryan SessegnonFulham FC
Francisco TrincãoSC Braga

Lest auch die anderen Teile unserer Talente-Serie

Wir danken InStat für die Bereitstellung der Daten und die Hilfe beim Scouting der Spieler.


 

Alphonso Davies

Bereits im Sommer sicherte sich der FC Bayern München die Dienste des kanadischen Supertalents Alphonso Davies. Trotz seines jungen Alters begeisterte Davies in der MLS bei den Vancouver Whitecaps und wurde am Ende des Jahres zu Kanadas Spieler des Jahres ernannt. Mit gerade mal 18 Jahren wurde er zum jüngsten Titelträger.

Bereits über zwei Jahre zuvor begann die Reise des liberischen Flüchtlings im Profi-Fußball in der MLS. Mit dem zarten Alter von 15 Jahren, acht Monaten und 15 Tagen avancierte der Kanadier zum zweitjüngsten Debütanten nach dem ehemaligen Top-Talent Freddy Adu.

Im Gegensatz zum vermeintlichen „amerikanischen Jahrhundert-Talent“ soll sich Alphonso Davies jedoch zu einem Leistungsträger bei einem Top-Verein entwickeln. Die Anlagen dazu hat er allemal, dem ist sich auch der FC Bayern München bewusst und sicherte sich im Sommer für 13 Millionen Euro die Dienste des Kanadiers.

Experten sind sich sicher, dass Davies nicht ein ähnliches Schicksal treffen wird wie Freddy Adu. Die Gründe dafür sind seine Bodenständigkeit und seine Leidenschaft. Bereits nach seinen ersten Trainingseinheiten zeigte sich der Kanadier schüchtern und strahlte wie ein Kind, das sein Idol trifft.


„Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Das rührt mich zu Tränen. Ich will dazulernen, mich verbessern und ich werde jedes Spiel angehen, als wäre es mein letztes“, so Alphonso Davies nach seinem Wechsel zum deutschen Rekordmeister.

Bei den Bayern soll Davies mit seiner unglaublichen Schnelligkeit, seiner herausragenden Technik und seinem Spielwitz für Gefahr sorgen – etwas, das die Bayern nach den kommenden Abgängen von Franck Ribery und Arjen Robben gut gebrauchen könnte.

Seit seinem Debüt hat sich jedoch auch der Kanadier weiterentwickelt. Während Davies früher hauptsächlich von seiner Ballführung und insbesondere von seiner Schnelligkeit profitierte, hat er nun an seiner Beinarbeit und seines Dribblingfähigkeiten gearbeitet.

Diese waren bereits im jungen Alter von 17 Jahren so weit ausgereift, dass er die Statistik der erfolgreichen Dribblings der MLS anführte. In der Bundesliga trifft er jedoch auf qualitativ hochwertigere Verteidiger, die flinke und dribbelstarke Spieler wie Alphonso Davies gut kennen und sie durch kluge Positionierungen den Wind aus den Segeln nehmen können.

Ein weiteres Problem dürften die physischen Defizite des Flügelspielers sein, die ihn bereits in der MLS gegen erfahrene und stämmige Verteidiger zu schaffen machte. Alphonso Davies muss sich in Deutschland nun an ein etwas höheres Fußball-Level gewöhnen und schnell Fuß fassen. Gelingt ihm dies, so könnte den Kanadier eine große Zukunft erwarten.


 

Willem Geubbels

Seit seinem Wechsel nach Monaco ist Willem Geubbels geradezu vom Pech verfolgt. Bisher kam er nur zweimal zum Einsatz und war die komplette erste Saisonhälfte verletzt. Zunächst warf ihn eine Knieverletzung zurück, die umgehend in eine Oberschenkelverletzung mündete. Im Pokal gegen Lorient spielter er wohl 20 Minuten verletzt, kann man den Spielberichten glauben.

Insofern ist die aktuelle Saison bzw. Entwicklung des jungen Franzosen schwer einzuschätzen. Er ist letzten Sommer auch erst 17 Jahre alt geworden und befindet sich derzeit vermutlich noch im Wachstum. Dass das Verletzungsrisiko hierbei höher ist als sonst, ist durchaus normal.

Nichtsdestotrotz hat Geubbels in jedem Fall das Potential in Monaco zum Stammspieler zu reifen, ganz gleich, ob der Verein in die Ligue 2 absteigen sollte.

Ein ausführliches Portrait zu Willem Geubbels gibt es hier


 

Callum Hudson-Odoi

Kommt er? Bleibt er? Wieso ist der FC Bayern bereit, Medienberichten zufolge über 30 Mio. Euro für einen 18-Jährigen auszugeben, der seine erste Saison im Profibereich bestreitet?

Hudson-Odoi ist ein Versprechen für die Zukunft. Mit 16 Jahren wurde er bereits in die U23 Chelseas berufen, nachdem er 2017 bei der U17-EM brillierte.

Der Engländer kann auf beiden Flügeln eingesetzt werden. Komplett beidfüßig ist er zwar nicht, aber seinen linken Fuß hat er nicht nur zum Stehen. Spielte er wie für die englische U19 auf links, hat er deutlich mehr erfolgreiche Aktionen (55% laut Instat) als auch rechts, wo nur ca. ein Drittel der Aktionen gelingen.

Nichtsdestotrotz schlägt er, wenn er über den rechten Flügel kommt, stets sehenswerte Flanken. So geschehen im FA Cup gegen Nottingham, als er zwei Assists sammelte.

Hudson-Odoi ist ein sehr intelligenter Spieler, der seine Gegenspieler nicht mit bloßer Geschwindigkeit schlägt und dann blind in den Strafraum flankt. Er versteht es sehr gut offene Räume zu nutzen, ganz gleich wie groß diese sind. Das liegt nicht nur an seinen hohen koordinativen Fähigkeiten im Verbund mit seiner schnellen Fußarbeit während des Dribblings.

Primär liegt es daran, dass er stets den Kopf oben hat, das Spielfeld scannt sich mannschaftsdienlich verhält.


Weiterhin kann er gut abschätzen, wann es sinnvoll ist ins Dribbling zu gehen und wann er lieber abbrechen und den Mitspieler einsetzen sollte. Oftmals verzögert er den Angriff bis sich eine Aussicht auf einen guten Abschluss erhöht. Mit seinen Abschlüssen verhält es sich ähnlich: er sucht oft den sicheren Abschluss, bevor er auf 25 Metern abzieht.

Das liegt vor allem daran, dass er den Ball oft mit der Innenseite schießt und so wenig Wucht hinter den Ball bekommt.

Es ist durchaus verständlich, dass sowohl die Bayern als auch Chelsea um den 18-Jährigen kämpfen. Insbesondere nachdem der Pulisic-Transfer bekannt gegeben wurde, verteidigten viele Fans Hudson-Odoi. In jedem Fall muss er sich mit seinen Fähigkeiten weder vor Pulisic noch vor seinem Landsmann Jadon Sancho verstecken.

Der Engländer hat einige Anlagen, die ihn zu mehr machen als einer von vielen. Möglich, dass er bei seinen Vereinen künftig zum Star avanciert, wenn er Spielzeit bekommt. Bei den Blues hat er in den wenigen Minuten bisher gezeigt, dass da viel Potenzial brach liegt.


 

João Filipe „Jota“

Portugals Nachwuchsakademien produzieren derzeit internationale Top-Talente wie am Fließband. Eines der vielversprechendsten davon ist Benficas João Filipe, kurz „Jota“.

Der 19-Jährige, der die Teenager-Jahre Ende März hinter sich lassen wird, brillierte während der U19 EM im vergangenen Sommer: Bei dem Turnier in Finnland wurde er Co-Torschützenkönig (darunter zwei Tore im dramatischen aber siegreichen Finale gegen Italien) und zeigte mit vier Assists zudem Qualitäten als Vorlagengeber.

Nicht umsonst wird der Linksaußen schon mit Cristiano Ronaldo oder Eden Hazard verglichen. An der Seite von CR7 lief Jota sogar einst als Einlaufkind ins Estádio da Luz ein. Und beinahe hätte es eine weitere Parallele mit dem weltbekannten Madeirer gegeben.

Denn im Alter von 15 Jahren absolvierte der Lissabonner ein Probetraining bei Manchester United. Dem Interesse aus dem Ausland zum Trotz (auch Barça soll interessiert gewesen sein), entschied sich der Hauptstädter für einen Verbleib bei Benfica.

Derzeit geht der Flügelflitzer noch für die Reserve in der Zweiten Liga auf Torjagd (13 Scorerpunkte in 17 Spielen; Stand: 27.02.2019).

Der Iberer ist dabei äußerst vielseitig und kann neben seiner Hauptposition als linker Flügel, auch als Halbstürmer oder rechter Flügel zum Einsatz kommen.


Als herausragender 1 gegen 1 Spieler, der über gute Balance und Körperbeherrschung verfügt, fällt es ihm leicht, Gegner aus allen Positionen heraus anzulaufen und letztlich abzuschütteln.

Seine Dribblings zeugen von Einfallsreichtum und Schlitzohrigkeit. Der Youngster besitzt großes Selbstbewusstsein, keine Bewegung ist zu gewagt.

Und nichtsdestotrotz sind seine Aktionen sehr zweckmäßig und der direkte Weg zum Tor hat stets oberste Priorität.

Hierbei weiß der U21-Nationalspieler seine überragende Schnelligkeit zu nutzen. Das torgefährliche Top-Talent ist darüber hinaus beidfüßig, bevorzugt beim Abschluss jedoch den rechten Fuß.

Die genannten Stärken machen João Filipe, der obendrein ein guter Freistoßschütze ist, zu einer unberechenbaren Offensivwaffe. Es überrascht daher ein wenig, dass der Flügelflitzer erst einen Kurzeinsatz für die Profis in einem Pokalspiel im letzten Oktober absolvieren durfte.

Dies dürfte sich jedoch in Kürze ändern. So wurde die Nummer 73 zuletzt in die 1. Mannschaft beordert und stand beim 4:2 Kantersieg bei Sporting Lissabon (03.02.2019) auch gleich im Kader der Águias.

Spätestens zur nächsten Saison aber dürfte das Eigengewächs fester Bestandteil des Profikaders werden, so erwartet es sich zumindest Benficas Präsident Luís Filipe Vieira.

Neben anderen Youngsters wie João Félix, Gedson Fernandes oder Florentino Luís darf sich Jota dann daran versuchen, einem der schwächeren Kader der jüngeren Vergangenheit neuen Schwung zu verleihen.


 

Vinícius Júnior

Im Grunde konnte es aufgrund des immensen Hypes um den jungen Brasilianer nach seinem Wechsel zu den Königlichen nur schief gehen. Vinícius Júnior zeigte jedoch sehr schnell, dass er im Starensemble Reals durchaus mithalten kann.

Bisher kam er in 1416 Minuten zum Einsatz und ist bereits an 15 Treffern direkt beteiligt (Stand: 27.02.2019). Am stärksten blieb seine Leistung gegen Real Sociedad San Sebastián Anfang Januar im Gedächtnis. In einer desolaten Mannschaft ragte er mit tollen Dribblings (6/9 gewonnen) und Vorlagen (3 Keypasses) heraus.


Es scheint so, als ob er gerade in der Rückrunde für Real wichtig werden könnte, wenn es auf die K.O.-Spiele zugeht. Der 18-Jährige hat seine Qualitäten als Gamechanger hier und da angedeutet. Im Dribbling ist er zugegebenermaßen überraschend stark und kann in der qualitativ höherwertigen spanischen Liga brillieren.

Nichtsdestotrotz ist Vinicius noch starke Probleme in der Entscheidungsfindung vor dem Tor. Im Abschluss strahlt er noch wenig Gefahr aus und wählt manches Mal den falschen Pass.
Die Madridistas dürften in Zukunft mit dem jungen Talent dennoch ihren Spaß haben.

Ein ausführliches Portrait zu Vinícius Júnior gibt es hier


 

Justin Kluivert

Im Sommer analysierten wir den jungen Niederländer bereits näher als Teil unserer „Players to watch 2018/19“. Justin Kluivert benötigte seitdem eine gewisse Zeit, ehe er in der ewigen Stadt Fuß fassen konnte.

Wettbewerbsübergreifend kam er bisher zu 1262 Einsatzminuten (Stand: 27.02.2019) und sammelte erst im Spätherbst erste Startelfminuten. Für ihn besteht jedoch keinerlei Grund zur Sorge. Mit der Zeit wurde er mit seinen Dribblings und Key Passes immer wichtiger für die Roma.


In der aktuellen Saison war er der Spieler mit den jeweils drittmeisten erfolgreichen Dribblings pro 90 Minuten (1,85) und kreierte die zweitmeisten Chancen (2,96) innerhalb des Vereins. Am Ende mündete dies in drei Assists und zwei Treffern für die Römer.

Derzeit muss sich Kluivert einfach gedulden und sich mit dem ehemaligen Talent Stephan El Shaarawy um Einsätze streiten. Den 30-jährigen Diego Perotti hat er jedenfalls schon eingeholt. In jedem Fall sollte das niederländische Talent an die guten Leistungen zum Ende des Jahres anknüpfen, als er gegen Genoa einmal traf und einen Treffer vorbereitete.

Ein ausführliches Portrait zu Justin Kluivert gibt es hier


 

Paulinho

Bereits im Sommer analysierten wir den jungen Brasilianer als Teil unserer “Players to watch 2018/19”. Paulinho konnte den Erwartungen in der Hinrunde der Bundesliga leider nicht gerecht werden. Unter Heiko Herrlich kam er nur auf 428 Einsatzminuten (Stand: 27.02.2019) und erzielte dabei einen Treffer in der Europa League gegen AEK Larnaka.

In der Bundesliga kam er nie über Kurzeinsätze hinaus (88 Minuten in neun Spielen).

Mittlerweile hat Peter Bosz in Leverkusen das Trainerzepter in der Hand. Der Holländer setzt auf den Flügeln vorrangig auf Leon Bailey bzw. Karim Bellarabi. Er wird noch einiges an Geduld mitbringen müssen, ehe er sich als vollwertiger Teil des Bundesliga-Kaders sehen kann.

Ein ausführliches Portrait zu Paulinho gibt es hier


 

Rodrygo

Ein schmächtiger aber unglaublich talentierter Flügelflitzer aus der Kaderschmiede des legendären FC Santos? Diese Beschreibung weckt sofort Erinnerungen an Granden wie Robinho, Neymar oder gar Pelé.

Auch wenn Rodrygo von diesen illustren Namen noch weit entfernt ist, springt sein Talent jeden Beobachter geradezu an. Das neueste Supertalent aus der Megacity São Paulo lässt das Fußballspielen aussehen, als wäre es das leichteste der Welt.

Nicht umsonst hat sich Real Madrid für stattliche 45 Millionen € die Rechte an dem Rohdiamanten gesichert. Rodrygo, der gerade erst 18 Jahre alt geworden ist, wird im Sommer den großen Teich überqueren und damit in die Fußstapfen von Robinho treten, der ebenfalls direkt von Santos zu den Galaktischen gewechselt ist.

In Madrid wird er auf seinen Landsmann Vinícius Júnior treffen und könnte mit diesem über Jahre hinweg, eine brillante Flügelzange bilden.

Rodrygos Können kommt besonders dann zum Tragen, wenn man ihm möglichst viele Freiheiten gibt. Denn der beidfüßige Wirbelwind, der vor allem als Linksaußen eingesetzt wird, kann von überall auf dem Feld eine enorme Gefahr generieren.

Starker Antritt und Geschwindigkeit prädestinieren ihn für Kontersituationen, die er auch dank seiner Übersicht oft brandgefährlich macht.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit kann er sowohl als beidseitiger Flügel, Zehner, Halb- oder Mittelstürmer agieren. Seine Ballkontrolle und unberechenbaren Dribblingkünste machen ihn zum perfekten 1 gegen 1 Spieler.

Mit blitzschnellen Körpertäuschungen und Gewichtsverlagerungen ist es ihm ein leichtes seine Gegner aussteigen zu lassen.

Rodrygos Dribblings sind dabei zweckmäßiger als die von Neymar. Es geht ihm eher darum den Verteidiger möglichst schnell abzuschütteln, anstatt ihn noch zu demütigen. Für Schwalben ist er genau so wenig zu haben.

Der Teenager liebt es von den Flügeln in die Mitte zu schneiden und aus dem Nichts Torgefahr zu kreieren. Diese stellte er eindrucksvoll in einem Ligaspiel gegen EC Vitória unter Beweis als er innerhalb von nur neun Minuten einen lupenreinen Hattrick schnürte.

Große Hilfe in der Defensive ist von Rodrygo sicherlich nicht zu erwarten. Flanken, Kopfballspiel und Abschlussstärke in unmittelbarer Tornähe könnte man ebenfalls als Schwächen nennen.

Zugegeben, die brasilianische Liga war noch nie wirklich für ihre gute Defensive bekannt. Doch wenn man das Sturmjuwel behutsam entwickelt, dürfte es schon bald auch in Europa für Furore sorgen.

In seiner Heimat ist er längst ein gefeierter Star, der Neymars Nachfolger als Markenbotschafter des amerikanischen TV-Senders TLC geworden ist.

Mit Paradiesvogel Neymar oder anderen Santos-Legenden wird Rodrygo jedoch nur ungern verglichen. „Das werde ich am häufigsten gefragt aber ich bin nicht der neue Neymar oder Robinho, ich bin Rodrygo!“ Das könnte man auch als Warnung verstehen.


 

Ryan Sessegnon

Bereits im Sommer analysierten wir Ryan Sessegnon als Teil unserer “Players to watch 2018/19”. Der junge Engländer hat mittlerweile über 100 Spiele für Fulham auf dem Buckel und ist auch in der Premier League unumstrittener Stammspieler.

In seinen 27 Einsätzen erzielte er zwei Treffer und legte fünf weitere vor. Wenngleich es beim Aufsteiger alles andere als zufriedenstellend läuft, war Sessegnon einer der Lichtblicke.

Pro Partie kam er auf 1,2 Keypasses und 1,1 erfolgreiche Dribblings, was ihn dahingehend zu einem der besten innerhalb Clubs macht. In der zweiten Saisonhälfte gilt es für Fulham nur darum irgendwie die Klasse zu halten. Dafür benötigen sie einen Sessegnon in Höchstform.

Ein ausführliches Portrait zu Ryan Sessegnon gibt es hier


 

Francisco Trincão

Atlético Madrid, Juventus Turin, Chelsea, Manchester City oder die AS Rom, um nur einige zu nennen. Diese Liste der Interessenten an Francisco Trincão vom SC Braga kann sich mehr als sehen lassen.

Dabei war der schlaksige Angreifer als Neunjähriger beim FC Porto einst durchgefallen. Seine weitere Fußball-Ausbildung genoss er im unweit entfernten Braga. In der Akademie des Europa League-Finalisten von 2011 reifte er zum Top-Talent, das schon mit 15 in der U17-Nationalmannschaft Portugals debütierte und Heute von Halb-Europa gejagt wird.

Grund dafür sind in erster Linie seine überragenden Auftritte für Portugals U19 bei der EM 2018 in Finnland. Neben Benficas Jota wurde Trincão mit fünf Toren, eins davon im epischen Finale gegen Italien, zum Torschützenkönig des Wettbewerbs. Drei Vorlagen rundeten die herausragende Turnierleistung ab.

Der Youngster spielt zwar derzeit noch für Bragas Reserve in der zweiten portugiesischen Liga, seine vertraglich festgesetzte Ablöse beträgt aber schon jetzt stolze 30 Millionen €.

Er kann offensiv beide Flanken beackern oder als Hängende Spitze agieren. Auch wenn er in der vergangenen Saison eher als linker Angreifer zum Einsatz kam, liebt es Trincão mit seinem brillanten linken Fuß vom rechten Flügel in die Mitte zu schneiden und in Arjen Robben-Manier abzuschließen.


Bei seinen temporeichen Sprints legt er sich den Ball gerne weit vor, um Fahrt aufzunehmen und mit stets erhobenem Kopf das Spielfeld zu analysieren. Es fällt ihm leicht, schnell abzubremsen und in beeindruckende Dribblings überzugehen, die er oft mit Körpertäuschungen und eleganten Drehungen garniert.

Bei der U19 EM war er der wohl beste Dribbler des Turniers. So konnte der Nordportugiese starke 44 seiner insgesamt 60 Dribblings erfolgreich abschließen, was einer Erfolgsquote von 73% entspricht.

Durch seine körperliche Stärke und eine Größe von 1,84 m ist es ihm zudem ein leichtes den Ball abzuschirmen und Kopfballduelle für sich zu entscheiden.

Schusstechnik und Abschlussstärke gehören dabei ebenso zu Trincãos Stärken wie präzises Passspiel im Angriffsdrittel und überhaupt eine ausgeprägte Spielintelligenz. Diese kam bei der U19 EM voll zur Geltung als er pro Partie 2,7 Key Passes für sich verbuchen konnte.

Diese Stärken prädestinieren ihn für die Rolle als Raumdeuter, der kreuz und quer zwischen den Verteidigungslinien operiert und in den entscheidenden Momenten das Glück erzwingen kann indem z.B. Abpraller verwertet werden.

Auch wenn seine Entwicklung zuletzt etwas stagnierte wird Trincão wohl der nächste Eintrag in die Liste von schnellen, technisch überragenden und durchaus torgefährlichen portugiesischen Flügelstürmern.

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